Diebstahl - Dienstag, 07.07.2009 16:56

Im Verlauf des zurückliegenden Wochenendes wurden gleich mehrere Ereignisse in Brieskow-Finkenheerd, Wendisch-Rietz und Bad Saarow gemeldet. Insgesamt ein Schaden von rund 15.000 Euro. Bereits am 08.06.2009 hatten Unbekannte zugeschlagen und 5 Motoren im Wert von 4.600 Euro entwendet. Am 09.05.2009 wurden vier führerscheinfreie Außenborder im Bereich Kassel gestohlen.
Kleine Außenborder mit einer Leistung zwischen 4 und 8 PS, die schnell und leicht wegzutragen sind, werden nach Angaben der Wasserschutzpolizei besonders häufig gestohlen. Im Sommer 2008 wurden alleine im Polizeirevier Lübeck-Travemünde fast 40 Außenbordmotoren entwendet.
Außenborder sind leichte Beute
Der große Vorteil für die Diebe ist, dass man den Außenborder mit handlichen Flügelmuttern einfach am Bootsspiegel befestigt. Es gehört also kein besonderes handwerkliches Geschick dazu diese Zweckmäßigkeit sich zunutze zu machen. In wenigen Augenblicken kann der Außenbordmotor von einem Boot in ein anderes gebracht werden. Der Kraftstoffschlauch wird durchgeschnitten und die Befestigungsmuttern werden gelöst. In manchen Fällen kann man auch noch den Tank mitnehmen, ohne die Schläuche durchzuschneiden.
Diebstähle im Wassersportbereich sind in der Urlaubszeit weit verbreitet.
Nur wenige Besitzer sichrn ihr Boot ausreichend. Diebstahlursachen sind unzureichend – häufig gar nicht – gesicherte Außenbordmotoren oder sonstige wertvolle Ausstattungsgegenstände. Viele Schlösser lassen sich zudem schon mit wenig Aufwand knacken.
Unvollständige Angaben bei der Diebstahlanzeige
Noch ärgerlich ist, dass die Fahndung regelmäßig durch die Bootseigner selbst erschwert wird. Oft weiß der Geschädigte noch die Marke und die PS-Stärke des Motors. Bei der Typen- oder Seriennummer müssen die meisten passen. Ohne diese Angaben ist die Arbeit der Polizei im Wege regelmäßiger Kontrollen auf den Gewässern die Suche im Heuhaufen. Anders verläuft es, wenn die Daten im Verzeichnis der gestohlenen Außenbordmotoren auftauchen. Dann unternimmt die Polizei die notwendigen Schritte und leitet die Ermittlungen ein. Die Bootseigner sollten ein Interesse daran haben, dass der Dieb nicht ungestraft davon kommt.
Mithilfe durch Codierung von Außenbordmotoren
Die Wasserschutzpolizei Bremen bietet z.B. Beratung und einen Codierservice für Außenbordmotoren außerhalb der Sportbootsaison an. Die Außenbordmotoren werden dabei jeweils mit einer individuellen Gravurnummer versehen und diese dann zusammen mit den Eigentümerdaten in einer Datei gespeichert. Codierte Außenbordmotoren machen den Dieben den Absatz ihrer Beute schwer und schrecken somit ab. Wenn Sie Interesse an ihrem Eigentum haben, dann lassen Sie ihren Außenbordmotor durch die Wasserschutzpolizei codieren. Dieser Service ist für Sie kostenlos.Als Ansprechpartner und zur Terminvereinbarung steht ihnen die Dienstgruppe Sportschifffahrt in Bremen unter Tel.: 0421-3629833 zur Verfügung. Ähnliche Aktionen liefen auch in anderen Städten unter der Bezeichnung „Gravierend mehr Sicherheit“. Bei dieser Aktion wurden 9.000 Außenborder registriert.
Was können Sie noch tun?
Die Wasserschutzpolizei rät zudem, das Eigentum stets mit ausreichend dimensionierten Schlössern zu sichern und jede verdächtige Handlung unbekannter Personen der Polizei zu melden.
Informationen zu geeigneten Schlössern erhalten Sie unter:
Tags: Außenborder, Crimereport, geringes Risiko, Gravurnummer, leichte Beute, Proversicherer, Serienbetrüger, Sicherheitskreislauf, Sicherheitsmängel, Wassersport
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