Betrug - Montag, 14.06.2010 09:11

Versicherungsbetrug - 300 Millionen Euro werden ergaunert

Zu diesen Feststellungen kommt der „Kurier“ in Österreich nach Expertengesprächen und titelt in seiner Ausgabe vom 12.06.2010 unter „Volkssport Versicherungsbetrug“, dass die Polizei nur wenige Betrüger überführt, obwohl jede 20. Schadenmeldung fingiert sei. Die Ursache für die steigende Anzahl an Betrugsfällen sehen die Experten begründet in den schlechten Zeiten, weil in der Krise die kriminelle Energie steigt, so Max Edelbacher, ehemaliger Chef des Wiener Sicherheitsbüros und des Büro zur Bekämpfung der Versicherungskriminalität (2004 bis 2006) im Versicherungsverband.

Auf fünf Prozent schätzt der Experte die Anzahl der betrügerischen Schadenfälle, so dass bei drei Millionen Schadenmeldungen in Österreich, etwa 150.000 Vorgänge betroffen wären, mit einem Schadenvolumen von 250 bis 300 Millionen Euro. Von Gerhard Janoch, dem obersten Betrugsbekämpfer in der Donau-Versicherung, wird angeführt, dass selbst die nettesten Bürger zu Amateur-Tätern würden und der Versicherungsbetrug eine Hochblüte erlebe.

Konkrete Zahlen nennt er nicht, aber dafür liefert er das Motiv:

„Nach Jahre langem Einzahlen der Prämien wird bei einem Schaden die Möglichkeit zum Betrug genutzt. Jetzt hol ich mir mein Geld zurück."

Im Übrigen bestätigt Edelbacher, dass es dem Betrüger auch sehr leicht gemacht wird, weil verdächtige Fälle erst ab 5.000 Euro bei vielen Versicherungen geprüft würden und auch auf Seiten der Polizei das Interesse an der Ermittlungstätigkeit auf diesem Sektor nachgelassen habe.

Konsequenzen

Wir haben uns die Reaktionen auf diesen Artikel angesehen, der in der Überschrift schon plakativ darauf hinweist, dass nur wenige Betrüger überführt werden, was auch die Experten bestätigen. 

Das Meinungsbild im Chat ist dementsprechend gemischt von Rechtfertigungsgründen bis hin zu Vorwürfen an die Versicherungswirtschaft, dass sie Geld verdienen würde.

Der Kern der Aussagen, dass einerseits der überwiegende Teil der braven treuen Versicherungskunden (95 Prozent) die Zeche für die Betrügereien zahlt, womöglich also die fehlenden 300 Millionen Euro in den Prämien stecken, kommt wieder einmal zu kurz bzw. konnte offensichtlich nicht vermittelt werden.

Noch schlimmer ist, dass offensichtlich eine Quote von 5 Prozent Verlust durch Betrügereien hinnehmbar scheint.

Eine abschreckende Wirkung mit Blick auf die Täter, durch etwaig drohende Sanktionen durch die Strafverfolgungsbehörden oder des Versicherers, kann der Artikel wahrlich nicht entfalten, wenn gleich mehrfach herausgestellt wird, wie wenig hier zu erwarten ist von Seiten der Justiz und des angeblich nicht stattfindenden Controlling auf Seiten der Versicherer unterhalb einer Schadensumme von 5.000 Euro.

Die Schwachstelle des Artikels haben die Leser denn auch schnell entdeckt.

Es fehlt an konkreten Zahlen und den dazu gehörigen Schadenfällen die aufgedeckt wurden. Nur so hätte verdeutlicht werden können, dass das Entdeckungsrisiko eben nicht gleich Null ist.

Dass es mehr aufgedeckte Fälle gibt, in denen der Betrug nachgewiesen wurde und zu teils erheblichen Sanktionen führte, belegen wir wöchentlich mit unserer Berichterstattung.

Mit mehr Einsatz von Technik und wachsamer Augen von geschulten Spezialisten könnten die Aufklärungsquoten natürlich auch erheblich angehoben werden. Aber das gibt es auch nicht zum Nulltarif.

Den Artikel im Kurier finden Sie unter:

http://kurier.at/wirtschaft/2008457.php

Tags: Beihilfe zum Versicherungsbetrug, Betrug, Betrugsprüfung, Crime, Doppelabrechnung, manipulierte Verkehrsunfälle, Risikomanagement, Risikominimierung, Studien zum Versicherungsbetrug, Urteile, Versichertengemeinschaft, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch, Vortäuschen von Straftaten

Produktwarnungen - Montag, 17.10.2011 08:00

Überhitzungsgefahr bei SAAB 9-3 und 9-5

Durch eine defekte Verbindung am Motorblock kann unter Umständen die Heizung der Modelle Saab 9-3 und 9-5 überhitzen und einen Brand im Fahrzeug verursachen.

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Brand - Mittwoch, 28.12.2011 21:58

Brand in Tiefgarage - sieben Fahrzeuge stark beschädigt

BAD GRIESBACH.LKRS.ROTTAL-INN: Am Dienstag (27.12.2011) brannten in einer Tiefgarage eines Hotels in der Thermalbadstraße sieben Fahrzeuge zum Teil vollständig aus. Die Ermittler der Kripo Passau gehen von Brandstiftung aus. Es entstand Sachschaden von rund 150.000 Euro.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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