Auto & Verkehr - Dienstag, 29.06.2010 21:20

Im Falle eines Unfalles wird via Crashsensor ein Signal zur Weiterleitung der Koordinaten an die Rettungsleitstelle übermittelt. Selbst Daten zur schwere des Unfalles liefert das kleine Gerät in Form der Beschleunigungskräfte. Diese Daten werden über das Mobilfunknetz, an die Notruf-Zentrale gesendet. Mit diesen Daten prüft die Notrufzentrale in Sekundenschnelle, ob innerhalb weniger Sekunden die Rettungsleitstelle zu dem per GPS-Signal vordefinierten Einsatzort ausrücken muss oder es sich um einen kleineren Crash handelt. Trifft letztere Bewertung zu, dann folgt erst der Versuch mit dem Fahrer telefonisch in Kontakt zu treten.
Mit dem Crashsensor, der auch für die Diebstahlortung genutzt wird, sind seit Mai 2010 etwa fünfzig Kundenfahrzeuge ausgestattet worden.
Für Ende des Jahres plant die ÖSA mindestens vierstellige Zahlen mit dem Crashsensor erreichen zu können. Das Thema ist laut ÖSA mittlerweile auch in Brüssel angekommen. Für die kommenden Jahre plant die EU Regelungen zum Einsatz sogenannter E-Call (emergency call). Das könnte eine Verpflichtung werden, die für alle Neuwagen vorgeschrieben ist.
Im Fall des Diebstahls werden nach Aktivierung des Kunden die Servicemitarbeiter des Versicherers zur Lokalisierung des Fahrzeuges tätig. Die Position des Fahrzeuges wird in diesen Fällen an die Polizei weitergeleitet. Um Unfug mit den Daten ausschließen zu können, hat die ÖSA sich datenschutzrechtlich von den Aufsichtsbehörden prüfen lassen.
Auch für Selbstständige könnte das Angebot interessant sein, zumal als Zusatzoption ein Fahrtenbuch installiert und aktiviert werden kann.
CrimeReport hätte den Crash- und Diebstahlsensor gerne einem Härtetest unterziehen. Auf dem in der letzten Woche stattfindenden Key-Seminar 2010 in Kalkar stand den Veranstaltern dieses Gerät leider nicht zur Verfügung.
Spätestens auf den „Kölner Crashtagen“ im Oktober wollen wir das Gerät mit einem Expertenteam testen (www.versicherungstage.de).
Die Kombination aus Crash- und Diebstahlsensor für knapp zehn Euro pro Monat ist verlockend, wenn hierdurch nicht nur die Folgen eines Unfalles gemildert werden können, sondern auch die Wiederauffindung des Diebesgutes leichter würde.
Darin inbegriffen ist der Ein- und ggf. Ausbau des Gerätes, die Services im Schaden- oder Diebstahlfall und sämtliche Datenfunkgebühren. Die Laufzeit beträgt zunächst drei Jahre. In dieser Zeit sind nötige Wartungsarbeiten wegen Fehlfunktionen, die nicht auf Eingriffe von außen zurückzuführen sind, sind im Preis inbegriffen. Das Gerät eignet sich zum Verbau in Autos und Motorrädern.
Weitere Detailinformationen finden Sie unter:
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