Ratgeber & Recht - Sonntag, 01.08.2010 18:23

Flug storniert - Erstattung von Zusatzkosten

Wer seinen Flug nicht antritt, hat trotzdem das Recht auf Erstattung bestimmter Zusatzkosten, doch kaum einer weiß es. Dies trifft auch zu, wenn ein Billigflug oder ein Spezialangebot wahrgenommen wurde.

Flugnebenkosten wie z.B. Steuern, Flughafengebühr, Treibstoffzuschlag, Sicherheitsgebühr oder auch Zuschlag für die Beförderung von Gepäck, machen gerade bei Billigfliegern mittlerweile einen nicht unerheblichen Teil des Ticketpreises aus.

Flughafengebühr und personenbezogene Steuern müssen aber auf jeden Fall zurückerstattet werden, wenn der Flug nicht angetreten oder storniert wird. Diese Gelder sind nur an das Finanzamt durch die Fluggesellschaften abzuführen, wenn auch tatsächlich der Passagier befördert wurde, so die Aussage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Airlines weisen aber bisher auf die Erstattungsfähigkeit bestimmter Kosten nicht explizit hin, so das die Beantragung der Rückerstattung auf eigenem Wege erfolgen muss und sich kompliziert und bürokratisch zeigen könnte. Die Verbraucherzentrale rät dazu, dies zweigleisig zu tun (E-Mail und Brief).

Folgende Angaben müssen im Schreiben enthalten sein:

- Name des Passagiers
- Flugnummer- Buchungsnummer
- Datum des Fluges
- Summe, die erstattet werden soll
- eigene Bankverbindung

Grundsätzlich sollte der Anspruchsteller hartnäckig bleiben und auch nach Ablauf der selbst gesetzten Frist sich erneut in Erinnerung bringen. Nicht selten soll es vorkommen, dass die Airlines auf den 1. Brief gar nicht reagieren oder ein umständliches Formularverfahren anstreben möchten, so die Verbraucherzentrale. Sollte man zu keiner Einigung gekommen sein, so hält die Verbraucherzentrale auch den gerichtlichen Weg für notwendig, da es bisher keine Präzedenzfälle gäbe.

Tags: Abzockfallen, Flugkosten, Hinweis, Konsumentenschutz, Kostenersatz, Kostenerstattung, Rabattretter, Rechtsschutz, Reisegepäck, Seriösität, Service, Stornierung, Transparenz, Verbraucherschutz, Verbraucherzentrale, Zahlungsmoral

Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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