Brand - Dienstag, 07.09.2010 08:33

Es ging von Anfang an um Versicherungsbetrug!

In dem gestern vor dem Landgericht Trier verhandelten Prozess räumte einer der beiden Angeklagten nun doch ein, dass Haus seines Freundes angezündet zu haben, um die Versicherungssumme zu kassieren. Die zunächst präsentierte Geschichte der Männer aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm wollte weder die Versicherung noch die Richterin des Landgerichts, Petra Schmitz glauben. Der angerichtete Gesamtschaden lag bei über 100.000 Euro.

Bei der Fortsetzung des Prozesses stellte sich am Montag heraus, dass der Angeklagte S. im Oktober 2009 während der Urlaubsabwesenheit des Angeklagten H. und seiner Frau etwa 10 Liter Benzin als Brandbeschleuniger ausgegossen hatte.

Für die Fahrt zum Tatort hatte der Angeklagte H. das Auto seiner Frau überlassen, damit S. die 50 Kilometer von seinem Wohnort zurücklegen konnte. Zwei Benzinkanister standen im Haus bereit und S. drang durch ein Fenster in das Anwesen ein. Im Dachgeschoss und auf der nach unten führenden Treppe verteilte S. das Benzin und zündete es an.

Eine aufmerksame Nachbarin bei der Flucht das Fahrzeug. Die erfolgreiche Tat quittierte er mit einer SMS an den Hausbesitzer. S. wollte die Brandlegung zu der ihn H. angestiftet habe, zunächst damit erklären, dass sie dem Zweck dienen sollte, das asbesthaltige Dach zu beseitigen, um die geplanten Renovierungsarbeiten so zu beschleunigen.

Diese Kalkulation zum Brandverlauf sei dann schief gegangen. Diese Version wollte S. nun nicht weiter aufrecht erhalten und gestand ein, dass die Sache von Anfang an als Versicherungsbetrug geplant war.

Die Version des Angeklagten H., dass es sich hier um einen Racheakte handeln würde, ist durch die Aussage eines Kriminalbeamten, der über die Ergebnisse der Telefonüberwachung als Zeuge aus sagte, widerlegt. Danach haben sich die Männer nicht gestritten, sondern darüber lustig gemacht, dass die Polizei fälschlicherweise davon ausgegangen sei, der Täter habe die Haustüre aufgebrochen, obwohl es die Feuerwehr war.

Vor einem abschließenden Urteil sollen noch weitere Zeugen gehört werden. Der Prozess wird am 27.09.2010 fortgesetzt.

Tags: Auftragsbrandstiftung, Brand, Brandbeschleuniger, Brandermittler, Brandschaden, Brandursachenermittlung, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch, Versicherungssumme

Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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