Diebstahl - Montag, 03.08.2009 21:00

Trendwende in der Kfz-Kriminalität

In Deutschland und Österreich korrespondieren nach Mitteilung des Bundeskriminalamtes die Lageberichterstattungen. Den Fahndern wird zunehmend die Arbeit erschwert. Die Täterseite verlagert ihre Aktivitäten und richtet diese neu aus.

Die Komplettzerlegung von Fahrzeugen scheint sich auf das Ausland zu konzentrieren. Die Fahrzeuge werden kurz nach der Tat zum Zielland befördert. Mit dem Rückgang der Fallzahlen in Polen und der Tschechischen Republik ist eine Erhöhung der Diebstähle an grenznahen deutschen Bereichen festzustellen.

Ein ähnliches Phänomen stellte Österreich fest. Dort waren Steigerungen zum Jahresbeginn 2008 mit 30% zu verzeichnen. Sicherstellungen erfolgten überwiegend in Ungarn und der Slowakischen Republik, so dass die Fahnder einen Zusammenhang sehen mit der Osterweiterung.

Für diese Feststellungen spricht auch der Anstieg der Fallzahlen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nur diese Bundesländer haben ein Plus zum Vorjahr ausgewiesen mit rund 1.200 Fahrzeugen.

Beunruhigend ist erstmals der seit 1993 festzustellende leichte Anstieg der Zahl der dauerhaft entwendeten Fahrzeuge. Das spricht dafür, dass sich das internationale Netzwerk nun auch soweit in der Ersatzteilbeschaffung und Reparaturausführung optimiert hat. Die vielen Werkstatteinbrüche dienten vornehmlich der Beschaffung der ansonsten nur in Fachwerkstätten vorhandenen Spezialwerkzeuge, insbesondere Messgeräte des Herstellers.

Allein bei dem sogenannten Showroom-Jacking aus Autohäusern ist eine Steigerung von 300 Prozent zum Vorjahr feststellbar.

Insgesamt scheint sich das Täterverhalten  auf die Fälle der leichten Beute zu konzentrieren. Bei Mietfahrzeugen ist ein Anstieg von rund 30 Prozent zu verzeichnen. Auch die Unterschlagungsfälle durch vorgegebene Probefahrten oder das betrügerische Leasinggeschäft bleiben weiterhin beliebt.

Für die Verbraucher gilt weiterhin den Diebstahl durch allzu sorglosen Umgang mit den Fahrzeugschlüsseln zu verhindern. Die Täter nehmen hier jede Gelegenheit wahr, insbesondere bei hochwertigen Fahrzeugen.

Neben der Komplettentwendung haben sich die Pkw-Einbrüche zum Navidiebstahl seit 2004 auf Täterseite fest etabliert. Von den bis 2008 gestohlenen 179.000 Navigeräten dürfte der Großteil der Geräte über das Internet wieder in den Handel gelangt sein. Die Fallzahlen auf dem Gebiet der Hehlerei über Internetauktionshäuser nahmen entsprechend zu.

Tags: Bundeslagebild, Crime, Crime Report, Diebstahlquote im Ausland stark gesunken, fingierte Leasingverträge, Firmenhülle, Handel unter fremden Namen, Identitätsschwindel, internationale Vertriebswege, Kfz-Kriminalität, Kriminalstatistik, Navigationsgeräte, Rechtsanwälte zur Auskunft verpflichtet, Risikomanagement, Täterseite, Täterverhalten, Trendwende

Betrug - Samstag, 10.12.2011 18:31

Betrügereien durch Inkassounternehmen - Prävantionshinweis an die Bevölkerung

INGOLSTADT: Seit einiger Zeit versucht ein Inkassounternehmen in ganz Deutschland durch Telefonate oder Postsendungen die jeweiligen Empfänger einzuschüchtern und zur Zahlung unterschiedlicher Geldbeträge zu zwingen. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Geschädigte. Auch bei der Kripo Ingolstadt gingen bereits 7 Anzeigen ein. Die unseriöse Firma verschickt Post und versucht zudem per Telefon einen Betrag von rund 100 Euro einzutreiben. Durch ein vermeintliches Telefongespräch, wäre ein Vertrag über die Teilnahme an Gewinnspielen abgeschlossen worden, dessen Kosten nun beglichen werden müssen.

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Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Fahndung & Sicherstellung - Mittwoch, 25.01.2012 11:05

Geklauter Ford Mondeo aus Frankreich sichergestellt

NEUHAUS AM INN / LKRS. PASSAU: Am Montag, gegen 16.50 Uhr, wurde ein 39-jähriger Kroate mit seinem Ford Mondeo auf der BAB A 3 bei Neuhaus am Inn in Fahrtrichtung Österreich durch Schleierfahnder der Bundespolizei Passau einer Kontrolle unterzogen. An dem Ford waren deutsche Kurzzeitkennzeichen angebracht. Der Kroate hatte den Pkw in Deutschland gekauft und wollte diesen nach Österreich überführen.

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