Brand - Dienstag, 04.08.2009 17:21

Eigenbrandstiftung nicht nachweisbar

Letmathe/Hagen

Vor der 1. Strafkammer des Hagener Landgerichts hatte sich der 54-jährige türkische Betreiber eines Imbiss zu verantworten. Die typischen Betrugsindizien einer Eigenbrandstiftung und das Aussageverhalten sprachen zunächst deutlich gegen den Versicherungsnehmer. Er hatte bei seinem Versicherer eine Schadensmeldung von 30.000 Euro eingereicht und befand sich selbst in finanziell angespannter Situation.

Einbruchspuren konnten nicht gefunden werden, dafür aber Brandbeschleuniger im Keller. Da nach den Ermittlungen der Polizei alle ins Gebäude führenden Türen vor dem Brand fest verschlossen waren. Sachverständige Benzinspuren bei der Branduntersuchung feststellten. Der Dönerimbiss wegen der Feiertage außer Betrieb (Brandausbruch 27.12.2007) und nur der Angeklagte und sein Sohn Zugang zu den Schlüsseln hatten, wurde vermutet, dass das Motiv der Brandlegung in Zusammenhang steht mit den eidesstattlichen Versicherungen. In der Verhandlung Anfang Juli 2009 wollte der ehemalige Betreiber nichts davon wissen, dass er schon mehrfach bei Gericht eine eidesstattliche Versicherung zu seiner Zahlungsunfähigkeit abgegeben habe.

Nach den Berechnungen eines vom Gericht beauftragten Wirtschaftsprüfers stand fest, dass der Familienbetrieb nur ein offizielles (versteuertes) Jahreseinkommen von 8.000 Euro erzielte. Der Familienvater blieb dabei, dass seine Geschäfte täglich 400 bis 600 Euro Einnahmen gebracht hätten. Die Söhne hätten das Geld an Wochenenden in der Disko verjubelt. Früher als von Gericht, Staatsanwalt, Versicherer und dem Angeklagten selbst erwartet, endete der Prozess am Donnerstag überraschend mit einem Freispruch. Die Vorsitzende, Richterin Hartmann-Garschagen begründete die schnelle Entscheidung damit, dass mit endgültiger Sicherheit der Auftragsbrand nicht nachgewiesen hätte werden können. Selbst dann nicht, wenn die finanzielle Notsituation schon ein starkes Motiv gewesen sei um die Versicherungssumme zu kassieren.

Tags: Brand, Brandserie, Brände ohne Ende, geringe Aufklärungsquote, Richterspruch, Schlossaustausch, Versichertengemeinschaft, vorsätzliche Brandstiftung

Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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Brand - Mittwoch, 28.12.2011 21:58

Brand in Tiefgarage - sieben Fahrzeuge stark beschädigt

BAD GRIESBACH.LKRS.ROTTAL-INN: Am Dienstag (27.12.2011) brannten in einer Tiefgarage eines Hotels in der Thermalbadstraße sieben Fahrzeuge zum Teil vollständig aus. Die Ermittler der Kripo Passau gehen von Brandstiftung aus. Es entstand Sachschaden von rund 150.000 Euro.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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