Diebesgüter - Mittwoch, 23.02.2011 08:31

Erfolgreiche Razzia gegen Autoschieberbande

Der Polizei und Staatsanwaltschaft Köln ist ein Schlag gegen eine international agierende Autoschieberbande gelungen. Es konnten mehrere gestohlene beziehungsweise unterschlagene Autos sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Durchsuchungen haben die Erkenntnisse der Vorermittlungen der Fahnder bestätigt. Die Tatverdächtigen nutzten im ersten Schritt entwendete deutsche Blanko-Zulassungsdokumente, um gestohlene und unterschlagene Fahrzeuge über die Internet-Portale „Mobile.de“ und „Autoscout 24.de“ scheinbar legal an gutgläubige Kunden zu verkaufen. Der Betrug fiel erst auf, wenn die Erwerber das Auto auf sich ummelden wollten.

Die Überprüfung der Zulassungsstellen ergab dann schnell, dass die Dokumente und auch das Fahrzeug in der Fahndung ausgeschrieben waren.

Ein schlimmes Erwachen für die bis dahin arglosen Autokäufer.

Geld weg – Auto weg!

Mitte 2010 änderte die Bande ihre Arbeitsweise. Die gestohlenen oder unterschlagenen Fahrzeuge wurden fortan mit niederländischen Original-Zulassungsdokumenten ausgestattet und über Mittelsmänner in Deutschland zugelassen. Der Nachweis, dass es sich um gestohlene Autos handelte, wurde nun nicht nur für die verdeckt arbeitenden Ermittler schwieriger.

Die Bande „besorgte“ sich nämlich durch gezielte Diebstähle bei Autohäusern und Werkstätten oder so genannte „Homejacking-Taten“ und Leasing-Unterschlagungen ganz bestimmte Fahrzeuge.

Für den raffinierten Plan war Vorbedingung, dass die Fahrzeuge in gleicher Ausführung in den Niederlanden legal zugelassen sein, so dass passend zu den gestohlenen niederländischen Original-Zulassungsdokumenten das Car-Cloning begann.

Zumindest auf den Dokumenten gab es das gleiche Fahrzeug nun zweimal, so dass die Zulassungsbehörden nun keine Probleme feststellen konnten. Fahrzeug und Dokumente waren schließlich nicht zur Fahndung ausgeschrieben.

Für die Käufer dieser gestohlenen und unterschlagenen Fahrzeuge ist das freilich kein Trost. Die Fahrzeuge und das Geld sind erst einmal pfutsch. Ob jemals von den Tätern oder sichergestellten Vermögenswerten eine Rückgewinnung an die Opfer erfolgen kann, werden die weiteren Ermittlungen zeigen.

Mit dieser Masche der Verwendung ausländischer oder inländischer Fahrzeugdaten bzw. Dokumente werden gestohlene sowie unterschlagene Autos mittlerweile in allen EU-Staaten angeboten. Die Täter wissen, dass nicht nur die Verbraucher, sondern selbst Autohändler Schwierigkeiten haben bei der Authentifizierung der Fahrzeuge und Fahrzeugdokumente. 

Aktuelle Urteile zeigen, wie hoch die Messlatte von den Gerichten gelegt wird Lesen Sie mehr zum gutgläubigen Erwerb unter:

Gutgläubiger Erwerb und gesteigerte Anforderungen beim Fahrzeugkauf mit ausländischen Kfz-Papieren

Zu dem Vorgaukeln einer scheinbaren Vertrauensstellung eines Autokäufers, der sich als falscher Polizist entpuppte hat das Oberlandesgericht Koblenz unter dem Aktzenzeichen 5 U 883/10 geurteilt, dass das Opfer die Rechtschreibschwächen im Kaufvertrag hätte erkennen müssen.

Die Frau hatte für 24.000 Euro ein Wohnmobil erworben. Das Gefährt wurde dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben. 

Weitere Hinweise zu in Fahndung befindlichen gestohlenen, betrügerisch erlangten und unterschlagenen Objekten aus dem In- und Ausland finden Sie unter www.diebstahlradar.de .

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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