Prävention - Mittwoch, 12.08.2009 11:30

Alle großen Versicherer (Allianz, Axa, Generali, Helvetia, Mobiliar, Winterthur, Zürich) beteiligen sich am Aufbau der Datenbank. Die Projektleitung und Koordination wird vom Schweizerischen Versicherungsverband übernommen.
Dokumentationsbank für Unfallschäden
In die Dokumentationsbank werden im Schadenfall neben Fabrikat und Typ alle numerischen Datensätze eines Autos gemeldet. Personendaten werden nicht erfasst.
Diskussion um Abwrackprämie und organisierte Kriminalität
Die Diskussion um die Doppelabrechnung der Abrackprämie in Deutschland und die bandenmäßige kriminelle Verwertung von Autowracks in Schadenfällen zu Lasten der Versicherer erfordern eine systematische Erfassung.
Die Niederlande kämpfen so schon seit Jahren mit einem Datenbanksystem gegen die organisierte Kriminalität. Über die viel diskutierten Methoden der illegalen Abrechnung der Abwrackprämie in Deutschland gibt es weitaus gefährlichere Praktiken. Die Schäden die durch eine nicht kontrollierte grenzenlose Verschiebung und Zulassung von schrottfrisierten oder gestohlenen Fahrzeugen entstehen, belasten die Konsumenten und ihre Versicherer wesentlich stärker.
Sicherheitslücken
In der EU fehlt es immer noch an einer Regelung zur Erfassung aller Totalschäden. Die Autowracks werden von der organisierten Kriminalität nicht nur für Doppelabrechnungen, sondern auch für Schrottfrisierungen und die Dublettenherstellung genutzt. Das die Verkehrssicherheit hierdurch beeinträchtigt wird, liegt auf der Hand.
innovativer Verbraucherschutz
Der nationale Aufbau des Datenbanksystems in der Schweiz dient damit auch dem Schutz der Konsumenten. Vorteilhaft wäre, dass die Versicherungskunden auch vor dem Erwerb eines Fahrzeuges eine Datenbankabfrage tätigen könnten. Den Täuschungshandlungen zur Laufleistung, Vorschäden oder dem Verkauf eines gestohlenen Fahrzeuges könnte stärker begegnet werden. Die Verbraucher wären für diese Weiterentwicklung dankbar.
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Tags: Autowracks, Crime, Datenbanksystem, Dokumentationsdatenbank, Doppelabrechnung, Dublettenherstellung, Fahrzeugverschiebung, Konsumentenschutz, manipulierte Verkehrsunfälle, Schrottfrisierung, Versicherungsbetrug
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