Plagiate - Donnerstag, 17.03.2011 09:35

Tacho- und Dokumentenmanipulation an Gebrauchtwagen

Nicht erst im Zeitalter der digitalen Komfortelektronik erhalten Fahrzeuge eine Verjüngungskur durch Manipulation der tatsächlichen Fahrleistung. Die Münchner Polizei hat erstmals ein europaweites Netz der „Tacho-Mafia“ ausgehoben. 500 Polizisten, Staatsanwälte und Steuerfahnder haben bei einer Großrazzia etwa 150 Betriebe und Privatwohnungen durchsucht. Die Ermittlungen erstreckten sich aber nicht nur auf den Großraum München. Die Fahnder mussten ihre ausländischen Kollegen in Österreich, Bulgarien und auch in der Schweiz um Amtshilfe bitten.

Bei einem Fahrzeug staunten die Beamten, weil sie eine rücklaufende Fahrleistung von 700.000 Kilometer auf schlappe 155.000 festgestellt hatten. Der Käufer hatte für den so frisierten 4 Jahre alten BMW noch 16.000 Euro gezahlt.

Monatelange Ermittlungen gingen voran bevor der Schlag gegen die europaweit aktive Tacho-Mafia gelang.

Mit 26 Festnahmen und 300 Sicherstellungen an Fahrzeugen sowie weiteren Wertgegenständen zur Vermögensabschöpfung in Millionenhöhe, handelt es sich um eine bisher einzigartige transnationale Aktion der Ermittlungsbehörden gegen Tachomanipulierer.

Die Hauptakteure haben nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft eine hoch professionelle Organisation aufgebaut mit regionalen Paten, die in dem komplexen Netzwerk Taxiunternehmer, Autohändler und auch Autovermieter involvierten.

Die in der Laufleistung frisierten Fahrzeuge wurden ahnungslosen Käufern angeboten. Das vermeintliche Schnäppchen entpuppte sich dann später als Zitrone.

Die ausgeklügelte Technik beschafften Mechatroniker, die es z.B. schafften bei Taxiunternehmern und Autovermietern durch einen Eingriff die Steuerelektronik zu manipulieren. Nach dem Eingriff zählte nur noch jeder zweite Kilometer.

Das Hirn der Bande soll ein studierte Elektronikingenieur sein. Den Schaden für die Gesellschaft, insbesondere auch auf Seiten der Versicherer dürfte in die Milliarden gehen. Für Deutschland wurde ein Vermögensschaden von 5,4 Milliarden Euro prognostiziert.

Insgesamt schätzt die Polizei, dass sich Betrüger an 1,8 Millionen Autos zu schaffen machten. Prüforganisation und auch CrimeReport haben schon lange davor gewarnt, dass sich dieser Markt rasant entwickelt. Polizeistimmen ließen verlauten, dass man momentan bei 30 Prozent aller Gebrauchtwagen mit Manipulationen rechnen muss. Von Seiten der Staatsanwaltschaft München werden die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges und Urkundenfälschung fortgeführt. Passend zur frisierten Laufleistung wurden auch die Servicehefte verändert.

Artikel zum Thema:

Aufklärungspflichten beim Autokauf (Urteil BGH)

weitere Verfahren (Füssen/Kempten/München)

Tags: Betrug, Betrugsdelikte, Betrugsprüfung, Betrugswelle, Datenmissbrauch, Datensicherheit, Fahrzeughistorie, Fahrzeugschäden, Fälschung, Kaskoversicherung, Kfz-Kriminalität, Tachojustierung, Tachomanipulation, Tageszulassung, Unfall

Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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