Betrug - Samstag, 15.08.2009 12:10

Hohe Dunkelziffer bei der Vortäuschung einer Unfallflucht

Unfallermittler der Polizei gehen davon aus, dass etwa 50% der Unfallfluchtanzeigen vorgetäuscht sind, sich dies aber schwer beweisen lässt. Die Motivation in der Beschuldigung des Unfall verursachenden Phantoms liegt häufig in der Angst eigenes Fehlverhalten einzugestehen, den wirtschaftlichen Folgen und dem Druck des Partners oder Fahrzeugbesitzer zu begegnen. Schnell ist die Idee geboren, dass der Versicherer doch der richtige Sparringspartner wäre.

Das hat sich auch ein 23-jähriger Corsa-Fahrer aus dem Sauerland gedacht als er am 29.07.2009 von der Fahrbahn der Kreisstraße ab kam und an einem Straßenbaum gelandet war.

Der Sachschaden lag locker bei 4.000 Euro und auch die mitfahrende Freundin wurde leicht verletzt. Den aufnehmenden Beamten präsentierte das Pärchen dann die Geschichte von dem ominösen entgegenkommenden roten Kleinwagen, welcher die Kurve geschnitten habe und abgehauen sei.

Der junge Fahrer bekam kalte Füße nach dem Vorhalten von Widersprüchen, insbesondere aufgrund der von der Polizei vorgenommen Presseveröffentlichung zum Zeugenruf. Von der Staatsanwaltschaft Arnsberg ist die Einleitung eines Strafverfahrens zu prüfen wegen Falschaussage und Vortäuschung einer Straftat.

Wenn die Sache schon beim Versicherer angemeldet ist, dann wird auch wegen Versicherungsmissbrauch und ggf. Betrug zu ermitteln sein.

Tags: berechtigte Interessen der Versicherers, Betrugsvorwurf, Falschangaben, Führerscheinentzug, Hinweis- und Informationssystem, Kostenersatz, Notrufmissbrauch, Schadenmeldung, Versicherungsmissbrauch, vorgetäuschter Wildunfall, vorsätzlich falsche Angaben, Vortäuschen von Straftaten

Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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