Fälschungen & Plagiate - Mittwoch, 13.04.2011 07:53

Internationaler Arzneimittelschmuggel aufgedeckt

Das Geschäft mit gefälschten und illegal eingeführten Arzneimitteln - insbesondere Potenzmitteln und Schlankheitspräparaten - boomt. So verzeichnete die Zollfahndung im Jahre 2010 mit mehr als fünf Millionen sichergestellten Medikamenten erneut ein Rekordergebnis.

Der Staatsanwaltschaft Potsdam und dem Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg ist in einem umfangreichen Ermittlungsverfahren ein schwerer Schlag gegen ein international tätiges Netzwerk gelungen, welches sich auf das Angebot und den Vertrieb illegaler Arzneimittel über das Internet konzentrierte. Dieses Netzwerk, welches die Ermittler zu einem der größten auf internationaler Ebene zählen, hat vor allem den illegalen Handel mit gefälschten Potenzmitteln der Marken "Viagra", "Cialis" und "Levitra" organisiert.

In der vergangenen Woche wurden umfangreiche Durchsuchungen in Deutschland und der Tschechischen Republik durchgeführt und gegen sieben Haupttäter Haftbefehle vollzogen.

Zeitgleich fanden strafprozessuale Maßnahmen auch in anderen europäischen Ländern statt. Insgesamt durchsuchten etwa 300 Zollfahnder sowie mehrere Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Potsdam insgesamt über 60 Objekte, alleine 40 davon in Deutschland.

Das Netzwerk belieferte hauptsächlich Kunden im deutschsprachigen Raum; der Vertrieb erfolgte vor allem von der Tschechischen Republik und von Deutschland aus mit eigens dafür gegründeten Firmen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden die per Internet bestellten Warenmengen in neutral verpackten und mit gefälschten Absendern versehenen Briefsendungen per Post bzw. Kurierdienst an die Besteller ausgeliefert. Der vorherige Transport aus der Tschechischen Republik nach Deutschland erfolgte vor allem durch kleinere Transportunternehmen.

Um die tatsächlichen Zahlungsempfänger zu verschleiern, organisierten die Täter ein weltweit verzweigtes Netzwerk von Briefkastenfirmen. Die gesamte Abwicklung von der Kundenaquise über die Bestellung bis zur Bezahlung erfolgte über das Internet - mit einem außerordentlichen Organisationsgrad.

So wurden bandeneigene Webmaster nur für die Anwerbung neuer Kunden tätig. Zudem versprach die Organisation den potenziellen Käufern "Diskrete Abwicklung durch Versand aus dem Inland - ohne Zollprobleme".

Bei der Durchsuchungsaktion stellten die Ermittler neben Arzneimitteln und umfangreichen Datenmengen auch Bargeldbeträge unterschiedlicher Währungen sowie Vermögenswerte, wie hochwertige Fahrzeuge und Unterhaltungselektronik, sicher. Die Auswertung der umfangreichen Beweismittel dauert an. Daneben laufen weitere Ermittlungsund Fahndungsmaßnahmen.

Tags: Fahndung, Falschauszeichnung, Falschkennzeichnung, Fälschung, Fighting Crime, Internetkriminalität, Konsumentenschutz, Kopierschutz, Kriminalitätsbekämpfung, Markenpiraterie, Markenschutz, Plagiate, Produktkennzeichnung, Produktpiraterie, Produktschutz, Produktsicherheit

Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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