Urteil der Woche - Dienstag, 18.08.2009 14:35

Versicherungsbetrug auf Probe kostet Geld

Die Kosten für die Einholung eines Privatgutachtens sind auch dann zu ersetzen, wenn die Klage nicht angedroht ist, aber aufgrund anwaltlicher Zahlungsaufforderung sich der Versicherer auf die gerichtliche Auseinandersetzung einstellen muss. Erst ertappt werden, sich dann auf einen Versicherungsbetrug auf Probe berufen sowie die Kostenverursachung für die entstandenen Ermittlungs- und Sachverständigenkosten, funktioniert nicht. 

Im Beschluss des 12. Zivilsenates des Oberlandesgerichtes Frankfurt (Aktenzeichen: 12 W 11/09) wurde festgehalten, dass die Zweifel an der Unfallschilderung in Verbindung mit dem Schadengutachten als gewichtige Indizien für eine Unfallmanipulation zu bewerten sind. Das Privatgutachten war notwendig für die Rechtsverteidigung in einem Prozess. Die Kosten muss der Verursacher tragen.

Ähnlich urteilte auch schon das Landgericht Kiel im Beschluss, 13 O 127/04 zu einem manipulierten Verkehrsunfall. Die Ermittlungs- und Sachverständigenkosten beliefen sich auf fast 2.800 Euro.

Damit wird einmal mehr unterstrichen, dass nicht nur der Versuch strafbar ist, sondern auch der Kostenregress eine teure Angelegenheit werden kann.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.crimereport.de/news/artikel/94/

Tags: Betrugsprüfung, Ermittlungskosten, HIS, Kostenerstattung, Kriminalitätsbekämpfung, manipulierte Verkehrsunfälle, Regreß, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch

Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Produktwarnungen - Montag, 17.10.2011 08:00

Überhitzungsgefahr bei SAAB 9-3 und 9-5

Durch eine defekte Verbindung am Motorblock kann unter Umständen die Heizung der Modelle Saab 9-3 und 9-5 überhitzen und einen Brand im Fahrzeug verursachen.

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Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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