Prävention - Donnerstag, 20.08.2009 16:45

Ist der Ruf einmal dahin, dann gibt´s Probleme beim Kredit oder Versicherungsabschluss, denn falsche Werte führen zwangsweise zu falschen Rückschlüssen. Insbesondere im Online-Geschäft oder beim Abschluss eines Handyvertrages ist schnell Schluss mit der Bestellung. Die Vernetzung von Warenanbieter aller Art, Online-Diensten und Wirtschaftsauskunfteien ist den meisten Verbrauchern nicht transparent oder sie verschließen bei der Hinterlegung der Daten einfach die Augen (Beispiel Payback-Systeme).
An den vorgelegten Einwilligungserklärungen mangelt es bei den Geschäftsabschlüssen nicht. Diese sind meistens eindeutig formuliert und geben Aufschluss worauf Frau oder Mann sich einlassen. Im Klartext hinterlässt jeder Verbraucher heutzutage eine Spur zu seinem Kaufverhalten und sonstigen Gewohnheiten. Es wundert denn auch nicht, dass bei den großen Auskunfteien fast zu jedem Verbraucher eine „Visitenkarte“ vorhanden ist.
Die Ministerin setzt auf die Verschärfung des Bundesdatenschutzgesetzes zum 01. April 2010. Danach sind die Auskunfteien verpflichtet, den Bürgern auf Anfrage Informationen über das Zustandekommen und die Bedeutung ihrer Scorewerte zu geben. Die Auskunft soll einmal im Jahr kostenlos sein.
Besondere Brisanz hätte die unreflektierte Datenverwendung zur Hintergrundrecherche in Kriminalfällen. Nicht nur die Behörden, sondern alle privaten Securitybereiche, insbesondere auch Banken und Versicherungen greifen auf diese Daten zu.
Die wirtschaftliche Lage kann natürlich ein Motiv sein für einen betrügerischen Kreditantrag, eine Brandstiftung oder die Vortäuschung eines Unfalles, Raubes oder Diebstahles. Die Berichte auf Crimereport bestätigen die schwierige Gemengelage zur Erkennung von Wahrheit und Lüge.
Für die „Schufa“ in der Versicherungsbranche, das sogeannte Hinweis- und Informationssystem (HIS) gilt seit April 2009 schon eine verschärfte Auskunftspflicht. Nach Auskunft der Schufa zählt sie zu den Beratern des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dieser befasst sich nach Abstimmung mit dem Düsseldorfer Kreis (einer Arbeitsgruppe der Datenschützer der Länder) mit der Neugestaltung der Systeme.
Weitere Information zur Datensicherheit finden Sie unter:
www.crimereport.de/news/artikel/165/
Tags: Auskunfteien , Daten-Flohmarkt, Datenbanksystem, Datenklau, Hinweis- und Informationssysteme, HIS, Konsumentenschutz, Schufa , Schufa der Versicherungsbranche, Selbstauskunft, Vertrauen, Wirtschaftsauskunfteien
Weitere Meldungen: Urteil der Woche
Weitere Meldungen: Gefahren im Internet
Crimereport ist ein Nachrichtenportal. Das Kriminal-Magazin stellt aktuelle Informationen für die Versicherungs- und Sicherheitsbranche zur Verfügung. Als Ratgeber- und Themenportal im Bereich der Finanzwirtschaft werden umfassende Analysen, Meinungen und kompakte Themenschwerpunkte mit Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, die auch für Verbraucher von großem Nutzen sind. Mit seinen Inhalten, Tools und Services orientiert sich Crimereport an den Bedürfnissen der User. Über aktuelle Risiken wird aufgeklärt. Mit dem Datenbanksystem des Nachrichtenportals liefert Crimereport einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Versicherungskriminalität und damit in Zusammenhang stehender Delikte. Verbraucher werden sensibilisiert. In den Kernthemen werden weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Der Inhaber war sechs Jahre Leiter der Abteilung Kriminalitäts- und Geldwäschebekämpfung im Gesamtverband d. dt. Versicherungswirtschaft. Zuvor war er 20 Jahre in der Versicherungsbranche in verschiedenen Führungsaufgaben mit Themen der Schadenabwicklung, Betrugsabwehr und des Risikomanagement befasst. Auf die Erfahrung aus über 3.200 Gerichtsverfahren kann zurückgegriffen werden. Den Kunden werden weitere Services zur Verfügung gestellt. Mit einer Mediathek, dem Archiv, der indivduellen Recherche, dem Expertenbranchenbuch und einem Kriminalmagazin werden weitere Hilfestellungen angeboten.