Betrug - Dienstag, 25.08.2009 16:43

Die Versicherungsgesellschaft bezifferte den Gesamtschaden fast 150.000 Euro. Eine ältere Kundin hatten den Versicherer auf die interne Spür des Inhouse-Täters gesetzt. Vom Versicherer hatte sie unliebsame Post erhalten mit dem Vorwurf an zu vielen Schadenereignissen beteiligt zu sein.
Der Trick mit den Phantomschäden von Kunden ist nicht neu, aber im Massengeschäft, insbesondere bei den vielen Kleinschäden besonders schwer zu entdecken. Die Kundendaten sind zutreffend und der Schadenverlauf wird bis auf die Fälle der Rückstufung in der Kraftfahrtversicherung in den Jahresrechnungen nicht ausgewiesen.
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelte in 2007 gegen insgesamt 16 Beschuldigte. Die Haupttäterin war eine 53-jährige Schadenssachbearbeiterin. Hauptsächlich hat sie Verkehrsunfälle fingiert. Den angeblich entstandenen Schaden hatte sie über Strohmänner abgerechnet. Die Staatsanwaltschaft ging damals von mehr als 200 Fällen aus. Nach zahlreichen Wohnungsdurch-suchungen im Saarland und Lothringen wurde der Schaden vorsichtig auf über eine halbe Million Euro geschätzt.
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