Betrug - Donnerstag, 27.08.2009 10:36

2. Verlockungen auf Internetplattformen
Beliebt ist die Anwerbung der Autokäufer über die Internetplattformen. Eine dreiköpfige Bande wurde jetzt in Hamburg festgenommen. Die aus Afghanistan stammenden Männer lockten ihre Kunden nach Hamburg. Anfang Juli sollte mit dieser Masche ein hochwertiger PKW für fast 55.000 Euro den Besitzer wechseln. Der Käufer wurde am Hamburger Hauptbahnhof empfangen und die Fahrt ging dann zu einem abgelegenen Platz. Dem 32-jährigen Opfer gelang es noch die Autotüren zu verriegeln ehe die Komplizen ihm das Geld abnehmen konnten.
So glimpflich ging es für einen 56-jährigen nicht aus. Zum Schnäppchenpreis wurde ein SUV für 48.000 Euro angeboten. Wie zuvor ereignete sich das gleiche Szenario – allerdings wurde dem Opfer unter Waffengewalt das Geld geraubt. Kurz davor hatten die Täter (20,21 und 25 Jahre alt) zwei Interessenten am Treffpunkt in Hamburg stehen lassen. Bei diesen Treffen sollten Fahrzeuge der Oberklasse zu je 39.500 Euro den Besitzer wechseln.
3. Autoverkauf per Internet (Zahlungsversprechen)
Ganz anders erging es einem Alpirsbacher der sein Fahrzeug im Internet angeboten hatte. Nach dem er sich mit dem Käufer handelseinig wurde erhielt er einen Scheck über 8.500 Pfund (etwa 9.500 Euro), obwohl nur ein Kaufpreis von 3.000 Euro zu zahlen war. Den Rest sollte er per Western Union an eine Adresse in England schicken. Auf dem Schaden von 6.500 Euro wäre der Verkäufer sitzen geblieben. Nach Mitteilung der Wirtschaftskriminalisten sind Schecks aus dem Ausland ein sehr unsicheres Zahlungsmittel. Die Rückbelastung kann auch noch nach Wochen ausgesprochen werden.
4. betrügerischer Geschäftsbetrieb
Ein 29-jähriger Grieche steht wegen Betrugs in über 40 Fällen vor der großen Strafkammer des Landgerichtes Stuttgart. Er hat das Geschäft im ganz großen Stil betrieben und soll einen Schaden von 704.787,50 Euro verursacht haben. Der Angeklagte war Geschäftsführer einer Autovermietungsfirma in Plochingen. In dieser Funktion war er auch für den An- und Verkauf von Gebrauchtwagen zuständig. Er täuschte die jeweiligen Käufer die mit Anzahlungen in Höhe von 2.000,-- bis 30.000,-- Euro sich das Schnäppchen sichern wollten. Tatsächlich hatte der Verkäufer nie vor die Fahrzeuge zu liefern. Er tauchte nach ein paar Monaten unter. Im März 2009 wurde er in Österreich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Das Hauptverfahren wird jetzt eröffnet.
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