Produktwarnungen - Montag, 27.06.2011 10:24

Spanngurte, die nicht halten was sie versprechen

Um eine Ladung sicher und ordnungsgemäß z.B. auf einen Anhänger zu verstauen sichert der vorsorgliche Verbraucher die Ladung mit Spann- bzw. Zurrgurten.  Ist eine Ladung nicht ausreichend gesichert kann es zu folgenschweren Unfällen kommen. Der Zurrgurt der Marke Go-On, der von der ZEUS Zentrale für Einkauf und Service GmbH & Co. KG importiert und über Bau und Gartenmärkte vertrieben wurde wird nun zurückgerufen und vom Markt genommen.

Dies hat gleich mehrere Gründe: Zum einen ist die Zugkraft des Spanngurtes nicht ausreichend, so dass sich befestigte Gegenstände lösen können, zum anderen ist das GS-Zeichen von TÜV SÜD Product Service auf dem Gurt gefälscht.

Eine mangelhafte Gurtschnalle lässt den Spanngurt durch den Klemmverschluss rutschen, was zum herunterfallen der abgesicherten Ladung führen kann. Betroffen von diesem Rückruf sind Zurrgurte/Spanngurte der Marke GO/ON! vom Typ EF-TD003 / CL-A38 der auf der Verpackung aufgedruckte EAN Code lautet 4333992725689. Der Gurt wurde zum Verkaufspreis von 3,99 EUR seit 6/2009 vertrieben. Verbraucher, die dieses Produkt gekauft haben sollten es keinesfalls weiterhin benutzen.

Gefälschte Waren sind keine Seltenheit auf dem deutschen Markt, die Anzahl der Aufgriffe von Produktfälschungen durch den Zoll ist laut ZGR (Zentrale für gewerblichen Rechtschutz) seit 1995 von 508 auf 23.713 im Jahr 2010 gestiegen.

Besonders große Gefahr besteht für den Verbraucher, wenn er sich bei dem Kauf eines vermeintlich sicheren Produktes auf das Sicherheits- und Prüfsiegel verlässt. Insbesondere wenn es sich wie in diesem Falle um ein Produkt handelt, dass zur Sicherung von großen Gegenständen und Ladung gedacht ist. Im Gegensatz zum achteckigen Original vom TÜV SÜD hat das gefälschte Zeichen hat die Form eines Sechsecks und trägt die Aufschrift „TUV SUO". Wegen der missbräuchlichen Verwendung des GS-Zeichens wurde von TÜV SÜD Product Service Anzeige erstattet und die Marktaufsichtsbehörden über das Inverkehrbringen des gefährlichen Produkts informiert.

Importeur der Marke GO/ON ist die Zentrale für Einkauf und Service GmbH & Co. KG in Soltau, kurz ZEUS, die in ganz Deutschland hagebaumarkt, Werkmarkt und Floraland bestückt. Der Spanngurt wurde vom Markt genommen, den Original Rückruf der Firma ZEUS finden Sie hier.

Sollte es zu einem Unfall kommen so liegt die Haftung beim so genannten Inverkehrbringer des Produkts. Dies kann der Hersteller, der Importeur oder der Händler des Produktes sein.

Um Unfälle zu vermeiden sollte der Verbraucher insbesondere bei Sicherheitsprodukten und gefährlichen Maschinen darauf achten, dass Prüfzeichen wie zum Beispiel das GS-Zeichen auch echt sind.

Gefälschte Prüfzeichen sind für den Verbraucher laut TÜV-SÜD folgendermaßen zu erkennen:

  • Durch "genaues hinschauen“ kann sich der Kunde schützen, hier zum Beispiel wurde statt des achteckigen Prüfzeichens von TÜV SÜD ein Sechseck mit falschem Namen verwendet. Auch darf das GS-Zeichen (= Geprüfte Sicherheit) nicht alleine stehen es muss das Prüfunternehmen immer genannt sein.
  • Bei Maschinen ist es wichtig, sich vor dem Verkauf auch die Bedienungsanleitung anzusehen, sie muss in verständlicher deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Der Verbraucher sollte auch kontrollieren, ob auf dem Produkt oder der Verpackung die Adresse des Inverkehrbringers angegeben ist.
  • Natürlich ist auch der Preis ausschlaggebend bei absoluten Billigst-Schnäppchen ist Vorsicht angeraten, insbesondere, wenn es sich um Produkte zur Absicherung, elektrische Geräte oder gefährliche Produkte handelt. Hier sollte der Verbraucher lieber zwei Mal hinschauen und bei Verdachtsmomenten auf einen Kauf verzichten. 

Tags: CargoSec, Fälschung, Fracht, freiwilliger Produktrückruf, Haftpflichtversicherung, Haftung, Haftungsfallen, Plagiate, Prüfzeichen, Produkt-Rückruf, Produktpiraterie, Produktwarnruf, Sachschaden, Schadenfälle, Sicherheit, Spediteur, Transportunternehmer, Transportversicherer, Unfall

Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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