Diebstahl - Freitag, 28.08.2009 16:12

Millionengeschäft - Einkaufstour in Arzt- und Zahnarztpraxen

Deutschland, Österreich, Schweiz

Organisierte Banden gehen wieder vermehrt auf Einkaufstour in Arzt-, Zahnarztpraxen und mittlerweile auch in Krankenhäusern. Selbst ganze Rettungswagen verschwinden oder medizinisch hochwertige Spezialgeräte aus dem Rettungshubschrauber lassen die Täter mitgehen.

Nichts ist den Gaunern heilig. Mobile Röntgen-geräte, Ultraschallgeräte, Sterilisatoren, Endoskope, Implantate, ganze Behandlungseinheiten bei Zahnärzten und Spezialgeräte werden fachmännisch ausgebaut.

Hier sind Spezialisten am Werk, die die wenig bis schlecht gesicherten Praxisräume ausspähen und dann zu ruhigen Zeiten, meistens in Nacht oder am Wochenende zuschlagen. Nach dem Jahresbericht des Bundeskriminalamtes handelt es sich um die Eigentumsdelikte die auf Platz 2 der organisierten Kriminalität rangieren. Die Schäden bei Ärzten und Versicherungen gehen in die Millionen. Die Vermarktung medizinisch technischer Spezialgeräte scheint dabei besonders lukrativ zu sein.

Allein im Kanton Zürich wurden in 2006 bereits 140 Diebstähle dieser Machart registriert. Die Serie blieb auch in 2007 mit 143 Vorgängen ungebrochen. Die Spitze lag bei fünf Diebstählen in der Woche, wobei Schäden zwischen 100.000 und 700.000 Franken entstanden.

In Deutschland schien nach spektakulären Festnahmen in 2006 die Serie unterbrochen zu sein. Nach dem einige Haupttäter geschnappt wurden stagnierte schlagartig das Einsteigen in die Arztpraxen. Ganze Serieneinbrüche wie in Karlsruhe mit 30 Fällen von Januar bis Juli blieben die Ausnahme. Untätig waren die Diebe aber nicht.

Sie konzentrierten sich auf die Schweiz, dann Österreich und seit Mai 2009 auch wieder auf Deutschland. Im Mai schlugen sie in Rudolstadt und Sömmerda zu und klauten zahnärztliches Equipment von fast 50.000 Euro. Kurz danach zwei Einbrüche in Bremen mit einem Schaden von 200.000 Euro und zuletzt in Eltmann sowie Würzburg mit je 35.000 Euro.

Eine Recherche des Landeskriminalamtes Sachsen ergab schon im September 2008, dass die Täter wieder aktiv werden. Von Januar 2006 bis Juni 2008 konnten 1.331 Diebstahlfälle in Arzt- und Zahnarztpraxen festgestellt werden. Bei 285 Vorgängen blieb es beim Einbruchsversuch.

Im Juli räumten Diebe Geräte im Wert von 70.000 Euro aus einem Krankenhaus in Oberwart im Burgenland (Österreich) ab. Ein Parallelfall wird auch aus dem Spital in Hainburg gemeldet. Die Diebe hatten sich für Endoskope zur Darmspiegelung interessiert.

Trotz der umfangreichen Informationsbroschüren zur Sicherung der Objekte und Hilfestellungen der Beratungsstellen der Polizei, hat sich in puncto Sicherheit nicht viel bewegt. Im Grunde nutzen die meisten Täter nach wie das leichte Einbruchbesteck. Mit einem kräftigen Schraubenzieher werden Türen und Fenster ausgehebelt.

Die wertvollsten Bedieneinheiten, Motorschläuche und Handstücke aus Titan sind von den Behandlungsstühlen der Zahnärzte schnell abmontiert. PC, Laptop und sonstige Wertgegenstände werden gerne als Zubrot mitgenommen.

Niemand kann genau sagen, was dann mit den Patientendaten geschieht. Vielleicht werden hier ähnlich dem Einsatz der Skimming-Verfahren an Geldautomaten neue Krankenkarten geklont. Wer kontrolliert schon genau wer da zum Arzt geht oder sich ins Krankenhaus legt.

Durch die kassenärztlichen Verrechnungsverfahren erfahren die Versicherten vielleicht nie wie gut ihre Behandlung gewesen ist.

Fazit: Keine Entwarnung!

Der Markt für gestohlenes medizinisch technisches Gerät scheint nach wie vor von besonderem Interesse zu sein. Die doch recht niedrigen Aufklärungsquoten sprechen dafür, dass bandenmäßig organisierte Strukturen bis zur Verwertung im Bestimmungsland vorhanden sein müssen. Für Beutezüge sind genügend schlecht gesicherte Arztpraxen vorhanden. Das Entdeckungsrisiko ist aufgrund der offen Grenzen und Rückzugsgebiete gesunken und die Zuordnung offensichtlich gestohlener Geräte sowie Bedienteile bereitet dem Ermittler erhebliche Schwierigkeiten.

Fahndung & Sicherstellung - Samstag, 14.04.2012 16:07

Gestohlene Luxuswagen sichergestellt

Schlag auf Schlag geht es momentan bei den Schleierfahndern bei ihrer Suche nach gestohlenen Fahrzeugen. Am Donnerstag, 12.04.2012, konnten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nun schon den dritten Wagen innerhalb zweier Wochen aus dem Verkehr ziehen. Diesmal griffen sich die Fahnder einen hochwertigen BMW X 6 heraus.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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