Diebstahl - Mittwoch, 06.07.2011 07:23
Die Täter agieren immer professioneller, das Ausspähen, der Diebstahl, das Verbringen der Fahrzeuge und deren Absatz erfolgen arbeitsteilig.
Viele der entwendeten Kraftfahrzeuge werden in Osteuropa umgesetzt oder über diese Länder in asiatische Staaten verbracht.
Am 04./05.07.2011 trafen sich daher Auswerter, Fahnder und Ermittler aus sechs Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) auf einer vom LKA M-V ausgerichteten Tagung.
Schwerpunkte waren der Erkenntnisaustausch zu Strukturen von Tätergruppen und deren Arbeitsweisen sowie die Information und Abstimmung zu den Bekämpfungskonzepten in den einzelnen Bundesländern. So wurden die Möglichkeiten von Joint Investigation Teams (JIT) erörtert. Diese internationalen Ermittlungsgruppen – beteiligt waren neben Deutschland die Staaten Dänemark, Schweden und Litauen – werden von der EU, speziell von Eurojust, fachlich und logistisch unterstützt.
Die Arbeit in einem JIT ermöglicht unbürokratische gemeinsame Ermittlungen in den beteiligten Ländern, um so mit den grenzüberschreitend handelnden Tätergruppierungen Schritt halten zu können.
Da nach einem Kfz-Diebstahl nur wenige Stunden vergehen, bis die entwendeten Fahrzeuge in das Ausland verbracht worden sind, ist die Polizei auf sehr schnelle Informationen von den Geschädigten angewiesen.
Nur bei einer unmittelbaren Fahndungseinleitung bestehen Chancen, den gestohlenen PKW noch in Deutschland aufzufinden. Daher empfiehlt die Polizei, nach der Feststellung eines Kraftfahrzeugdiebstahls sofort Anzeige zu erstatten.
www.diebstahlradar.de empfiehlt Dokumente (Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, Kauf-, Garantie-, Wartungs-, Reparatur- und Versicherunterlagen sowie Fotos vom Fahrzeug zu sichern.
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