Versicherungsbarometer - Mittwoch, 13.07.2011 16:54

Versicherungsbetrug 2011: Ergebnisse einer aktuellen GFK-Studie

Versicherungsbetrug ist in allen Gruppen unserer Gesellschaft verbreitet. Jeder Fünfte sieht hierin nur ein Kavaliersdelikt. Folgen und Sanktionen des Betrugs werden von vielen unterschätzt.

Am meisten betroffen: private Haftpflicht- und Hausratversicherungen.

Vierzig Prozent der Bürger glauben, in diesen beiden Sparten eine Versicherung verhältnismäßig leicht betrügen zu können. Zwölf Prozent der Haushalte geben zu, schon einmal auf einen Versicherungsbetrug in den letzten fünf Jahren angesprochen worden zu sein.

Die Ansprache findet in erster Linie durch Bekannte und Verwandte statt.

Vier Prozent der Haushalte geben offen zu, in den letzten fünf Jahren Versicherungsbetrug begangen zu haben.

Weitere sieben Prozent geben an, in ihrem unmittelbaren Umfeld bereits von einem Betrug erfahren zu haben. Immerhin 11 Prozent der Befragten wollen sich nicht äußern, ob sie in den vergangenen fünf Jahren einen Versicherungsbetrug begangen haben.

Diese so genannte Grauzone ist erheblich.

78 Prozent der Befragten geben an, nichts mit Versicherungsbetrug zu tun zu haben.

Jeder zehnte gemeldete Versicherungsschaden ist wahrscheinlich Betrug. In den meisten Fällen wird der wahre Schadensverlauf anders dargestellt, wenn der Versicherungsschutz für den tatsächlichen Hergang nicht gegeben wäre.

Jeder Zehnte, der Geld von seiner Versicherung will, hat den Schaden frei erfunden oder setzt diesen zu hoch an, so eine Faustformel der Branche.

Jeder sechste Versicherungsbetrüger holt sich in Internetforen Tipps, um seine Versicherung zu betrügen.

Die GfK-Untersuchung zeigt aber auch, dass den meisten Versicherten bewusst ist, dass die Versichertengemeinschaft durch Betrug geschädigt und damit das Solidaritätsprinzip untergraben wird.

Ein Drittel der Befragten sieht das anders:

Bei ihnen darf laut GfK ein geringeres Unrechtsbewusstsein in Bezug auf Versicherungsbetrug angenommen werden.

Etwa drei Viertel der Befragten, die angeben, schon eine Versicherung betrogen zu haben, sagen allerdings, dass sie den Versicherungsbetrug unterlassen hätten, wenn ihnen die Konsequenzen deutlicher gewesen wären.

Nur jeder vierte Befragte rechnet im Fall eines Versicherungsbetrugs mit einer Anzeige oder der Kündigung des Vertrages.

Gleichwohl:

Die Befürchtung, für einen „kleinen“ Versicherungsbetrug bestraft zu werden, ist relativ hoch.

Versicherer aktiv in der Betrugsabwehr

Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Betrugsversuch vom Versicherer ertappt zu werden, ist gestiegen. Seit Jahren schulen die Versicherer ihre Mitarbeiter, um Anhaltspunkte für einen betrugsverdächtigen Schaden zu erkennen. Sie werden einer besonders sorgfältigen Prüfung unterzogen. Derzeit werden insbesondere Schadenmeldungen bei Elektronik – Laptops, Smartphones und Flachbildschirmen – eingehend geprüft.

Hierfür schalten Gesellschaften auch Gutachter ein.

In einer Sonderuntersuchung zeigten sich 45 Prozent der eingereichten Schäden als nicht begründet: bei 36 Prozent der gemeldeten Laptopschäden konnte eine Betrugsabsicht nachgewiesen werden. Bei weiteren neun Prozent verfolgten die Kunden ihre Forderung nicht weiter, nachdem der Versicherer um Zusendung des Gerätes zur Begutachtung gebeten hatte.

Grenzen in der Schadenhöhe, unterhalb derer keine Plausibilitätsprüfungen zu erwarten sind, gibt es bei vielen Versicherern nicht mehr.

Sie prüfen jede Schadenmeldung intensiv unabhängig von ihrer Höhe.

„Gerade die kleineren Betrügereien sind in der Summe ein großes Problem für die Versichertengemeinschaft“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV. „Wir sind gegenüber der ganz großen Mehrzahl ehrlicher Kunden in der Pflicht, Betrug zu bekämpfen.“

Auch das neue Hinweis- und Informationssystem (HIS) soll helfen, Versicherungsbetrug zu verhindern und die Risikoprüfung effizienter gestalten.

Das HIS wird seit 1. April 2011 als Auskunftei von der informa Insurance Risk and Fraud Prevention GmbH betrieben.

Pressemeldung und Fotos: GDV-Ihre Deutschen Versicherer

Fahndung & Sicherstellung - Samstag, 14.04.2012 16:07

Gestohlene Luxuswagen sichergestellt

Schlag auf Schlag geht es momentan bei den Schleierfahndern bei ihrer Suche nach gestohlenen Fahrzeugen. Am Donnerstag, 12.04.2012, konnten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nun schon den dritten Wagen innerhalb zweier Wochen aus dem Verkehr ziehen. Diesmal griffen sich die Fahnder einen hochwertigen BMW X 6 heraus.

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Betrug - Samstag, 10.12.2011 18:31

Betrügereien durch Inkassounternehmen - Prävantionshinweis an die Bevölkerung

INGOLSTADT: Seit einiger Zeit versucht ein Inkassounternehmen in ganz Deutschland durch Telefonate oder Postsendungen die jeweiligen Empfänger einzuschüchtern und zur Zahlung unterschiedlicher Geldbeträge zu zwingen. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Geschädigte. Auch bei der Kripo Ingolstadt gingen bereits 7 Anzeigen ein. Die unseriöse Firma verschickt Post und versucht zudem per Telefon einen Betrag von rund 100 Euro einzutreiben. Durch ein vermeintliches Telefongespräch, wäre ein Vertrag über die Teilnahme an Gewinnspielen abgeschlossen worden, dessen Kosten nun beglichen werden müssen.

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Brand - Dienstag, 01.05.2012 13:06

Vollbrand eines Porsche Cayenne

Am Freitag, 27.04.2012, gegen 22.45 Uhr, wurde ein rosa gefärbter Porsche Cayenne im Bereich des Euro-Industrieparks durch unbekannte Personen in Brand gesetzt. Die Auswertung einer Videoaufzeichnung ergab, dass aus einem fahrenden Auto ein Brandsatz auf den geparkten Porsche geworfen wurde. Das Kennzeichen ist jedoch unbekannt. Der Schaden beträgt ca. 50.000 Euro.

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