Auto & Verkehr - Donnerstag, 25.08.2011 14:00

Im Jahr 2009 wurden 17.926 auf Dauer entwendete Pkw (2008: 15.853) registriert. Damit ist nach einem geringen Anstieg im Jahr 2008 (+ 0,5 %) zum ersten Mal seit 1993 wieder eine deutliche Zunahme für auf Dauer abhanden gekommene Pkw von 13 % zu verzeichnen. Nach der anhaltend rückläufigen Tendenz der letzten Jahre mit einem Rückgang von zuletzt 14 % im Jahr 2007 scheinen die auffallend gestiegenen Fallzahlen die sich in 2008 abzeichnende Trendwende zu bestätigen. Zudem wurde entgegen der seit Jahren zu beobachtenden rückläufigen Tendenz der Gesamtfallzahl nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erstmals wieder ein Anstieg der Fälle festgestellt.
Im Jahr 2010 wurden 19.407 auf Dauer entwendete Pkw (2009: 17.926) registriert. Damit ist bei einem Anstieg der Zulassungszahlen um lediglich etwa 1 % eine deutliche Zunahme von auf Dauer abhanden gekommenen Pkw von rund 8 % zu verzeichnen. Nach der bis 2007 jahrelang anhaltenden rückläufigen Tendenz hat sich damit die seit 2008 abzeichnende Trendwende erneut bestätigt. Auch die Gesamtfallzahl nach der Polizeilichen Kriminalstatistik1 (PKS) hat erneut zugenommen. Unter der Rubrik „Diebstahl von Kraftwagen“ wurden im Jahr 2010 insgesamt 42.002 Fälle registriert (2009: 40.375 Fälle), was einer Zunahme von 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Im Jahr 2009 wurden in der PKS unter der Rubrik „Diebstahl von Kraftwagen“ insgesamt 40.375 Fälle registriert (2008: 37.184), was damals schon einer Zunahme von knapp 9 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.
Lastkraftwagen und Reisebusse:
Bei einem weitgehend konstanten Zulassungsbestand von 2,4 Mio. Lkw wurden insgesamt 2.242 auf Dauer entwendete Lkw registriert (2008: 2.016), was einem Anstieg um 11 % entspricht.
Damit hält der seit 2005 zu beobachtende Trend stagnierender Entwendungszahlen von Lkw nicht weiter an.
2009 wurden insgesamt 1.912 Lastkraftwagen, 113 Zugmaschinen sowie 217 Sattelschlepper als dauerhaft entwendet erfasst. Die Entwicklung der dauerhaften Entwendungen von Reisebussen unterliegt erst seit dem Jahr 2005 der Beobachtung und Auswertung. Bei den seither registrierten jährlichen Fallzahlen sind unregelmäßige Schwankungen feststellbar.
Im Jahr 2009 wurden 24 Busse (2008: 17 Busse) dauerhaft entwendet. Hinsichtlich der Ausstattung mit elektronischen Diebstahlssicherungen sind nach wie vor Defizite bei Reisebussen festzustellen, die nur selten mit elektronischen Wegfahrsperren oder GPS-unterstützten Ortungssystemen ausgestattet sind.
Mehrere Reisebusse und Nutzfahrzeuge befinden sich aktuell in der internationalen Sachfahndung unter www.diebstahlradar.de .
Bei den Lastkraftwagen hat sich die Lage im Jahr 2010 leicht entspannt. Insgesamt wurden 2.123 LKW-Diebstähle auf Dauer registriert (2009: 2.242), was einem Rückgang um 5 % entspricht.
Die registrierten jährlichen Fallzahlen der dauerhaften Entwendungen von Reisebussen liegen im Jahresdurchschnitt bei etwa 20 Bussen. Im Jahr 2010 wurden 18 Reisebusse entwendet.
Mietfahrzeuge:
Bei den Mietfahrzeugen ist erneut ein Anstieg der Gesamtzahl der auf Dauer abhanden gekommenen Fahrzeuge (Totalverluste) im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. So wurden 2009 insgesamt 263 Fahrzeuge als Totalverluste registriert, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die absolute Zahl aller Entwendungsfälle ist im Jahr 2009 leicht zurückgegangen und entspricht wie im Vorjahr rund 0,8 % des gesamten Mietwagenbestandes.
Massendelikt - Teilediebstahl von Kfz-Zubehör
Der Diebstahl von Kfz-Teilen hat einen Rückgang von 2% zum Vorjahr zu verzeichnen auf 120.823 Vorgänge. Aufgrund der hohen Gewinnerwartung und eines in der Regel geringen Strafmaßes wird dieser Deliktsbereich auch zukünftig von Bedeutung sein, so das BKA.
International organisierte Kfz-Verschiebung
Im Jahr 2010 hatte der Anteil des Fahrzeugsegments der gestohlenen SUV-Modelle (Sports Utility Verhicle) an dem Gesamtaufkommen auffallende Steigerungsraten zu verzeichnen. Die Verlagerung bzw. der zu verzeichnende Rückgang der Auslandsdiebstähle wird kompensiert durch höhere Fallzahlen in Deutschland. Eine Aussage darüber, wie viele Fahrzeuge aus dem Ausland mittlerweile aus betrügerischen Erlangungen, Unterschlagungen und Diebstählen auf dem deutschen Markt gehandelt werden, kann dem Bundeslagebild 2009 und 2010 nicht entnommen werden. Das Risiko dürfte aber im Vergleich genauso gestiegen sein wie an den grenznahen Bundesländern, die durch die Erweiterung des Schengenraumes erhöhte Fallzahlen zu verzeichnen haben.
Die vollständigen Lagebilder finden Sie hier:
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