Betrug - Mittwoch, 09.09.2009 14:44

Ludwigshafen "Raub frei erfunden":
Der Raub den zwei Jugendliche auf die Versicherungskundin verübt haben sollen, war tatsächlich frei erfunden. Die Meldung war doch zu abenteuerlich, so dass die Polizei begründete Zweifel hatte. Das als gestohlen gemeldete Handy nutzte tatsächlich die Tochter. Der Regress des Versicherers dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Die Anklage ebenso.
Essen, Stadtwald "Einbruch auf Bestellung":
Ähnlich erging es nun auch einem Autohändler aus Essen-Kray der einen spektakulären Einbruch der Polizei und Versicherung präsentierte. Der Geschäftsmann war nicht zimperlich bei der Schadenauflistung (Maßanzüge, Rolex, Flachbildfernseher), so dass eine stattliche Summe von über 42.000 Euro zusammen kam. Die Täter hatten ein Bild der Verwüstung angerichtet.
Blöd war nur, dass der Kaufmann selbst die Tatwaffe fand und der Polizei übergab. Die DNA-Analyse führte auf die Spur eines 33-jährigen Einbrechers. Er wurde mittlerweile freigesprochen. Das Gericht konnte nicht anders, weil nach dem überzeugenden Vortrag ein Auftragsdiebstahl durch den Wohnungsbesitzer im Raum steht.
Der Autohändler streitet die Sache ab. Die Ermittlungen laufen nun weiter, weil der Zeuge noch eine weitere Person zum Nachweis seines Vortrages anbot. Dieser Mittäter soll bestätigen können, dass es vor der Tatausführung zu einem Treffen mit dem Kaufmann kam. Der Versicherer zahlte bisher 80% auf den Schaden. Jetzt wird man sich streiten müssen über die Zahlung und Rückforderung. Crimereport wird berichten.
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