Brand - Montag, 14.09.2009 15:28

Der Einbruch wurde inszeniert durch Beschädigung eines Fensters. Die beauftragten Täter im Alter von 25, 35 und 51 Jahren schütteten Brandbeschleuniger im Gastraum aus und zündeten diesen an. Nicht geplant war der Brandverlauf. Es kam zu einer explosionsartigen Verpuffung und das Feuer dehnte sich aus auf ein benachbartes Fachwerkhaus in dem eine Familie mit neun Kindern im Schlaf überrascht wurde.
Der Gastronom kassierte zunächst 80.000 Euro von der Brandversicherung. Der mitbeteiligte Kellner bekam Gewissensbisse und gab einen anonymen Tipp an die Polizei. Die Fahnder konnten den Telefonanrufer ermitteln und überführten daraufhin auch die Mittäter.
Nach der Revision der Staatsanwaltschaft wurde Hauptangeklagte zu im September 2008 zu sechs Jahren und 3 Monaten verurteilt.
Versicherungsbetrug nach neun Jahren geklärt
Der Brand der Pizzeria vom 06.10.1998 in Kirchtruderring stellte sich erst nach acht Jahren als lange geplanter Versicherungsbetrug heraus. Es war eine gewaltige Explosion. Im Lokal wurden 20 Liter Benzin verschüttet, das durch einen Molotow-Cocktail entzündet wurde.
Der Gesamtschaden belief sich auf 750.000 Mark, wovon der Versicherer damals 190.000 zahlte. Viele Jahre tappten die Ermittler im Dunkeln bis der entscheidende Tipp von der ehemaligen Lebensgefährtin kam.
Fataler Irrtum
Mit rund 100 Litern Benzin sollte im Juni 2006 eine südsteirische Pizzeria in Schutt und Asche gelegt werden. In der Wohnung über dem Lokal starben zwei Kleinkinder. Den angeworbenen Brandlegern aus Rumänien wurde versichert, dass sich niemand im Haus aufhalten würde.
Als Lohn sollten sie einen BMW und ein paar tausend Euro erhalten. Der Lokalbetreiber, der nach Ansicht des Gerichts die Sache angezettelt hatte, wurde zu 14 Jahren verurteilt. Halbbruder und Schwager erhielten jeweils 9 Jahre.
Herausforderung für Brandermittler und Versicherer
Pizzeria-Brände sind immer wieder eine Herausforderung in der Brandanalyse und der Prüfung des Versicherers. Über den Großbrand der Pizzeria „La Sirenetta“ und des Restaurant „Seewolf“ in Neustadt mit 20 Jahren Haft für die Täter hatten wir bereits berichtet.
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