Brand - Montag, 14.09.2009 15:28

Tragische Pizzeria-Brände

Ein Rückblick!

Erst vor einem Jahr konnte der Großbrand einer Pizzeria vom 04.04.2005 in der Alsfelder Altstadt geklärt werden. Der Hauptangeklagte Gastronom hatte mit drei Komplizen den Totalschaden im Detail geplant. Sogar für das Alibi hatte der Gastronom gesorgt. Er war mit seiner Familie, die direkt über der Pizzeria wohnte, auf einem Ausflug. Den Kumpanen übergab er die Schlüssel, damit diese das Erdgeschoß durch einen Brand zerstören.

Der Einbruch wurde inszeniert durch Beschädigung eines Fensters. Die beauftragten Täter im Alter von 25, 35 und 51 Jahren schütteten Brandbeschleuniger im Gastraum aus und zündeten diesen an. Nicht geplant war der Brandverlauf. Es kam zu einer explosionsartigen Verpuffung und das Feuer dehnte sich aus auf ein benachbartes Fachwerkhaus in dem eine Familie mit neun Kindern im Schlaf überrascht wurde.

Der Gastronom kassierte zunächst 80.000 Euro von der Brandversicherung. Der mitbeteiligte Kellner bekam Gewissensbisse und gab einen anonymen Tipp an die Polizei. Die Fahnder konnten den Telefonanrufer ermitteln und überführten daraufhin auch die Mittäter.

Nach der Revision der Staatsanwaltschaft wurde Hauptangeklagte zu im September 2008 zu sechs Jahren und 3 Monaten verurteilt.

Versicherungsbetrug nach neun Jahren geklärt

Der Brand der Pizzeria vom 06.10.1998 in Kirchtruderring stellte sich erst nach acht Jahren als lange geplanter Versicherungsbetrug heraus. Es war eine gewaltige Explosion. Im Lokal wurden 20 Liter Benzin verschüttet, das durch einen Molotow-Cocktail entzündet wurde.

Der Gesamtschaden belief sich auf 750.000 Mark, wovon der Versicherer damals 190.000 zahlte. Viele Jahre tappten die Ermittler im Dunkeln bis der entscheidende Tipp von der ehemaligen Lebensgefährtin kam.

Fataler Irrtum

Mit rund 100 Litern Benzin sollte im Juni 2006 eine südsteirische Pizzeria in Schutt und Asche gelegt werden. In der Wohnung über dem Lokal starben zwei Kleinkinder. Den angeworbenen Brandlegern aus Rumänien wurde versichert, dass sich niemand im Haus aufhalten würde.

Als Lohn sollten sie einen BMW und ein paar tausend Euro erhalten. Der Lokalbetreiber, der nach Ansicht des Gerichts die Sache angezettelt hatte, wurde zu 14 Jahren verurteilt. Halbbruder und Schwager erhielten jeweils 9 Jahre.

Herausforderung für Brandermittler und Versicherer

Pizzeria-Brände sind immer wieder eine Herausforderung in der Brandanalyse und der Prüfung des Versicherers. Über den Großbrand der Pizzeria „La Sirenetta“ und des Restaurant „Seewolf“ in Neustadt mit 20 Jahren Haft für die Täter hatten wir bereits berichtet.

Siehe weiter unter:

www.crimereport.de/news/artikel/121/

Tags: Auftragsbrandstiftung, Beihilfe zum Versicherungsbetrug, Brandgefahr, Brandruine, Brandserie, Crime, Geldprobleme, Geständnis, Regress, Richterspruch, Studien zum Versicherungsbetrug, Urteile, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch, Vollbrand, Vortäuschen von Straftaten

Brand - Mittwoch, 28.12.2011 21:58

Brand in Tiefgarage - sieben Fahrzeuge stark beschädigt

BAD GRIESBACH.LKRS.ROTTAL-INN: Am Dienstag (27.12.2011) brannten in einer Tiefgarage eines Hotels in der Thermalbadstraße sieben Fahrzeuge zum Teil vollständig aus. Die Ermittler der Kripo Passau gehen von Brandstiftung aus. Es entstand Sachschaden von rund 150.000 Euro.

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Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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Betrug - Samstag, 10.12.2011 18:31

Betrügereien durch Inkassounternehmen - Prävantionshinweis an die Bevölkerung

INGOLSTADT: Seit einiger Zeit versucht ein Inkassounternehmen in ganz Deutschland durch Telefonate oder Postsendungen die jeweiligen Empfänger einzuschüchtern und zur Zahlung unterschiedlicher Geldbeträge zu zwingen. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Geschädigte. Auch bei der Kripo Ingolstadt gingen bereits 7 Anzeigen ein. Die unseriöse Firma verschickt Post und versucht zudem per Telefon einen Betrag von rund 100 Euro einzutreiben. Durch ein vermeintliches Telefongespräch, wäre ein Vertrag über die Teilnahme an Gewinnspielen abgeschlossen worden, dessen Kosten nun beglichen werden müssen.

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