Prävention - Donnerstag, 17.09.2009 09:46

Dementsprechend äußerte sich auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar kritisch zu der Feststellung des Deutschen Beamtenbundes (dbb), dass die Sicherheit vor Datenschutz gehen würde.
Während in der R+V Studie die Deutschen die Gefahr einmal Opfer einer Straftat zu werden mit 24 Prozent einschätzen, sind nach der Forsa-Studie 61 Prozent der Auffassung, dass die Kriminalität zugenommen hat. Insgesamt fühlen sich jedoch 90 Prozent an ihrem eigenen Wohnort sicher. Das Risiko terroristischer Anschläge schätzten die Befragten mit 46 Prozent ein.
Interessant ist, dass die Themen Kriminalitätsbekämpfung, Klimaschutz und der Schutz vor Missbrauch persönlicher Daten offensichtlich bei den Bürgern einen gleichen Stellenwert einnehmen. Nach dem Ranking liegen sie allesamt auf Platz 5, was dann auch den Bundesdatenschutzbeauftragen wieder zu beruhigen scheint. Eines wird klar, dass auch er natürlich mehr Sicherheit einfordert, aber über das "Wie, Wann und "Wer" diese herstellen muss, wird gestritten.
Das Sicherheitsbedürfnis der Bürger wird nach Ansicht des dbb unterschätzt. Der Bund der Kriminalbeamten (BDK) weist mit seiner Kampagne „Tatort Deutschland“ seit Monaten auf die Lage der Kriminalitätsbekämpfung hin. Nach Ansicht des dbb und BDK wird mit den Studien untermauert, dass die Bürger längst erkannt haben, dass zu wenig Beamte zu viele Delikte auf einmal bearbeiten müssen. Im Grünbuch „Zukunftsforum öffentliche Sicherheit“ wurden die Fragen, die einer dringenden Beantwortung bedürfen, gestellt.
Den Bürgern sollte klipp und klar mitgeteilt werden, dass ein Vollkaskoschutz
von den Sicherheitsbehörden nicht gewährleistet werden kann.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.crimereport.de/news/artikel/283/
http://www.crimereport.de/news/artikel/281/
http://www.crimereport.de/news/artikel/261/
http://www.zukunftsforum-oeffentliche-sicherheit.de/gb-downloads/
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