Betrug - Donnerstag, 17.09.2009 16:10

Organisierte Kriminallität bleibt mobil

Die Bilanz der organisierten Kriminalität stimmt, wenn man den Zahlen des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2008 folgt. Danach fährt die OK 40 % höhere Gewinne ein. Die Ermittlungen in 575 Verfahren mit fast 9.500 Verdächtigen zeigten vor allen Dingen eine neue Qualität mit komplexen, internationalen, modernen und technisch ausgefeilten Strukturen.

Die Mobilität sichert die OK über das neue elektro-nische Zulassungsverfahren und die im Handel gegen kleines Geld beziehbaren Kurzzeitkennzeichen. Hilfswillige Scheinhalter geben den Zulassungsbe-hörden vor, dass sie Kurzzeitkennzeichen für den Kauf eines gebrauchten Fahrzeuges, dessen Probefahrt,
Prüfungsfahrt und Überführungsfahrt nutzen müssten.

Tatsächlich kauft diese Person weder ein Fahrzeug oder ist überhaupt stolzer Besitzer eines Führerscheins. Ein riesiges Scheingeschäft mit kriminellen Hintergrund kann beginnen und die Zulassungsbehörden sowie die Polizei werden an der Nase herumgeführt.

Nicht nur die Berliner Polizei schlägt Alarm.

Die Fahnder gehen unter in der Anzahl der Straftaten in Verbindung mit Kurzzeitkennzeichen. In 793 Fälle des Kennzeichenmissbrauch und 284 Vorgängen der illegalen Herstellung wurde ermittelt. Der Katalog der festgestellten Delikte umfasst den Betrug, Steuerhinterziehung und Sozialhilfemissbrauch.

Auch die Niederlande sehen erhebliche Sicherheitsrisiken in dem illegalen Kennzeichenmissbrauch. Seit dem die Kurzzeitkennzeichen für alle Fahrzeugtypen schnell und günstig über Webportale bestellt werden können, ist ein Boom von Straftaten festzustellen.

In Spanien und Italien tauchen immer mehr hochpreisige SUV-Fahrzeuge mit deutschen Kurzzeitkennzeichen auf.

Die Rolle des Scheinhalters

Der Scheinhalter gibt seinen Namen zur Zulassung gegen Geld oder Waren her. Er kennt weder das Fahrzeug  noch den eigentlichen Nutzer, so dass ein Rückgriff auf diese Person weder bei Ordnungswidrigkeiten oder dem Tankbetrug erfolgreich ist.

Dreistigkeit der Täter unterschätzt

Die Täter fühlen sich so sicher, dass sie laut Telegraaf (NL) zunehmend das Rotlicht von Ampeln missachten. Die Kenntnis über die Deckadresse des Scheinhalters bringt die Fahnder in aller Regel nicht weiter. Bundesweit sind bei verschiedenen Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften zahlreiche Verfahren anhängig in denen es um den schwunghaften Handel mit Kurzzeitkennzeichen geht.

1.000 Kurzzeitkennzeichen an eine Person

Der in Großmengen initiierte Abverkauf von Kurzzeitkennzeichen scheint ein riesiges Geschäft zu sein, wobei der ein oder andere Schildermacher sich zu Unrecht verdächtigt sieht. Die ohne Authentifizierung mögliche Online-Bestellung der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) begünstigt nach Expertenmeinung den neuen Boom.

OK bleibt Mobil

Das sich die organisierte Kriminalität diesem Verfahren annimmt, war zu erwarten, da die Konkretisierung des jeweiligen Fahrzeuges beim Antrag auf Zuteilung des Kurzzeitkennzeichens nicht erforderlich ist.

Ob aus Fahrzeugschein, Fahrzeug und Kurzzeitkennzeichen (muss nicht angebracht werden) eine zusammengesetzte Urkunde wird, liegt einzig und allein im Willen des Nutzers.

Sanktionswahrscheinlichkeit

Damit ist Tür und Tor geöffnet für die Kriminalität auf der Straße unter Verwendung eines „versicherten“ Fahrzeuges. Die Polizeigewerkschaft fordert eine länderübergreifende Übernahme des Bundeskriminalamtes an.

Da sich mittlerweile auch andere Länder, insbesondere deren Bürger Gedanken machen um die Sicherheit und  grenzenlose Nutzung der Kurzzeitkennzeichen aus Deutschland, ist ein europäisches Problem und die Politik ist gefragt.

Die Rechtslage zur Ahndung des vorsätzlichen Kennzeichenmissbrauchs wirkt recht konfus, so dass die Beamten zusätzlich in Ermessenskonflikte geraten.

Einen Bericht aus den Niederlanden finden Sie unter:

http://www.telegraaf.nl/binnenland/4789098/__Fraude_met_Duits_kenteken__.html?view=print

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Fahndung & Sicherstellung - Samstag, 14.04.2012 16:07

Gestohlene Luxuswagen sichergestellt

Schlag auf Schlag geht es momentan bei den Schleierfahndern bei ihrer Suche nach gestohlenen Fahrzeugen. Am Donnerstag, 12.04.2012, konnten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nun schon den dritten Wagen innerhalb zweier Wochen aus dem Verkehr ziehen. Diesmal griffen sich die Fahnder einen hochwertigen BMW X 6 heraus.

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Diebstahl - Dienstag, 01.05.2012 14:00

Kompaktlader der Marke Gehl gestohlen

Husum: In der vorletzten Nacht wurde ein Kompaktlader von einem landwirtschaftlichen Gehöft in der Straße Blaue Reihe in 25836 Poppenbüll gestohlen. Es handelt sich um einen kleinen wendigen Lader mit Frontschaufel der Marke Gehl in den Farben weiß-gelb-rot. Für den Abtransport war ein Fahrzeug mit Verlademöglichkeit erforderlich. Eine Dieselhandpumpe der Marke Hornet mit einem gelben Schlauch entwendet. Zeugen, die Hinweise geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten die Polizei Garding Tel.: 04862-102310 zu informieren.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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