Betrug - Donnerstag, 24.09.2009 11:58

Anklage wegen provozierter Unfälle erhoben

Gießen/Heuchelheim

Die Gießener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Trio mit Insiderwissen sich das Geld auf der Straße verdiente. Ein 45-jähriger Versicherungs-vertreter, ein 52-jähriger Kaufmann und ein weiterer Beteiligter waren häufiger an Unfällen mit Fahr-spurwechsel beteiligt. Die Polizei und Staatsanwalt-schaft hat die Unfälle des Trios von Januar 2005 bis März 2006 unter die Lupe genommen. Insgesamt kam es im Abschnitt der Heuchelheimer / Rodheimer Straße zu acht Unfällen mit weitestgehend identischen Schadenhergängen. Die Verteidigung beantragte nun die Einholung eines Unfallrekon-struktionsgutachtens. Hierdurch soll geklärt werden, ob die Streifschäden für ein Draufhalten sprechen oder die Angeklagten typische Abwehr-reaktionen, wie sie bei Verkehrsteilnehmern zu erwarten sind, einleiteten.

Unfallstatistik spricht für atypischen Verlauf

Nach der Statistik erleiden Verkehrsteilnehmer alle 12 Jahre oder nach einer Fahrleistung von 160.000 einen Unfall an verschiedenen Unfallorten. Psychologisch betrachtet ist die Aufmerksamkeit an einem früheren Unfallort zum Verkehrsgeschehen sogar höher. Aus der Vorgeschichte ist der Fahrer sensibilisiert und weiß, dass dort mit unaufmerksamen Verkehrsteilnehmern gerechnet werden muss. Bei jedem Crash an gleicher Stelle, steigt auch der Wunsch dem Unfallrisiko zu entgehen. Die Abwehrintensität erhöht sich, d. h.  das Auslenken aus der Gefahr orientiert sich an der Lebenserfahrung.

Tatorttreue

Nur der Betrüger sucht keine Risikominimierung. Bei gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr ist häufig eine signifikante Tatortreue festzustellen. Der Täter ist sich seiner Sache sicher, weil es dort schon mehrmals funktioniert hat und das eigene Verletzungsrisiko gering war.

Opferhilfe

Wenn die Schäden bei der Polizei oder der Versicherungswirtschaft nicht auffallen, werden bei späterer Betrachtung vielfach auch kürzere Intervalle zwischen den Unfällen festzustellen sein. Die Entschädigung ist dann die Triebfeder und die Zahl der Opfer steigt. 

Tipp für Unfallbeteiligte:

Fertigen Sie so viele Fotos wie möglich. Fotos sagen immer noch mehr als 1.000 Worte. Die Fotos helfen der Polizei und den Unfallanalytikern bei der vergleichenden Betrachtung. Mit Handy oder Digitalkamera halten Sie am besten die Endlage der Fahrzeuge in Übersichtsaufnahmen fest. Dokumentieren Sie die Schäden an allen Fahrzeugen (rundum). Halten Sie Spuren auf den Fahrbahnen, insbesondere Splitterfelder.

Tags: Betrug, Betrugsprüfung, Crime, Führerscheinentzug, manipulierte Verkehrsunfälle, Opferhilfe, Risikominimierung, unbedarfte Opfer , Unfallprovozierer, Unfallprovozierer auf deutschen Straßen, Urteile, Versichertengemeinschaft

Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Brand - Dienstag, 01.05.2012 13:06

Vollbrand eines Porsche Cayenne

Am Freitag, 27.04.2012, gegen 22.45 Uhr, wurde ein rosa gefärbter Porsche Cayenne im Bereich des Euro-Industrieparks durch unbekannte Personen in Brand gesetzt. Die Auswertung einer Videoaufzeichnung ergab, dass aus einem fahrenden Auto ein Brandsatz auf den geparkten Porsche geworfen wurde. Das Kennzeichen ist jedoch unbekannt. Der Schaden beträgt ca. 50.000 Euro.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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