Prävention - Freitag, 25.09.2009 09:06

Inkonsequenzen im Vorgehen gegen die Wirtschaftskriminalität

Nach der neuesten Studie der Martin-Luther-Universität und der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (www.pwc.de) hat
sich die Wirtschaftskriminalität in deutschen Unternehmen in den
vergangenen vier Jahren nahezu verdreifacht.

Die Hälfte der überwiegend männlichen Täter gehört zu den festangestellten Mitarbeitern. In 29 Prozent aller Fälle ist das Top-Management beteiligt. In 2005 lag der Durchschnittsschaden noch bei 1,47 Millionen Euro.

Bei der jüngsten Befragung liegt der Verlust  bei 4,29 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre erwarten die Unternehmen aufgrund der Finanzmarktkrise einen weiteren Anstieg.

Neu ist das Konzept der Unternehmen durch verringerte Budgets,
keiner Sanktionierung und dem Abbau von Präventions- und Kontroll
maßnahmen das Deliktfeld zu bekämpfen.

Bundeslagebild

Im Bundeslagebild 2008 teilt das Bundeskriminalamt (BKA) die Einschätzung, dass im Phänomenbereich der „Wirtschaftskriminalität", insbesondere bei Betrug und dem Tatmittel Internet“ ein weiterer Anstieg zu erwarten ist. Fallzahlen.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in den Zahlen von PWC auch nicht strafrechtlich angezeigte Vorgänge enthalten sind. Der registrierte Schaden im Hellfeld der BKA-Lagebilder weist aber für 2008 schon einen Anstieg um 50% zum Vorjahr mit 47,3 Millionen Euro aus.

Inkonsequenzen der Wirtschaft

Die Bereitschaft die Täter laufen zu lassen ist nach PWC eher größer statt kleiner geworden. Die Unternehmen verzichten aus Imagegründen auf die Sanktionierung.

Überraschend ist, dass nicht das Eingeständnis von zu wenig bis gar keinen Kontrollmaßnahmen ein Imageproblem darstellt, sondern die Unternehmen die vorhandenen Dunkelfelder in den eigenen Reihen nicht weiter erhellen wollen.

Neben der Entziehung der Sanktionskontrolle des Staates will jede fünfte Firma das Budget für Präventions- und Kontrollmaßnahmen senken.

Nach der PWC-Studie haben wir trotz steigender Wirtschaftskriminalität die Talsohle der Inkonsequenzen und des Werteverfalls offensichtlich noch nicht erreicht.

Weitere Artikel finden Sie unter:

http://www.crimereport.de/news/artikel/275/

http://www.crimereport.de/news/artikel/288/

http://www.crimereport.de/news/artikel/283/

Tags: Angst der Deutschen, Anti-Fraud-Management, Anti-Money-Laundering, Betrug, Betrugswelle, Crime, Den Tätern auf der Spur, Doppelabrechnung, Fallaktenanalyse, Fighting Crime, Finanzdelikte, Finanzmarktkrise, Fraud in Versicherungen, Geldwäschebekämpfung, geringe Aufklärungsquote, Geschäftsgeheimnisse, Handel unter fremden Namen, Identitätsschwindel, IKS, Indikatorenlisten, Inhouse-Betrug, Kriminalstatistik, Lücken im System, Marktanalyse, maschinelle Betrugserkennung, Prüfungsleitfaden, Provisionsbetrügereien, Revision, Risikomanagement, Sicherheitskreislauf, Spionage, Unterschlagung, Vorbeugung

Betrug - Samstag, 10.12.2011 18:31

Betrügereien durch Inkassounternehmen - Prävantionshinweis an die Bevölkerung

INGOLSTADT: Seit einiger Zeit versucht ein Inkassounternehmen in ganz Deutschland durch Telefonate oder Postsendungen die jeweiligen Empfänger einzuschüchtern und zur Zahlung unterschiedlicher Geldbeträge zu zwingen. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Geschädigte. Auch bei der Kripo Ingolstadt gingen bereits 7 Anzeigen ein. Die unseriöse Firma verschickt Post und versucht zudem per Telefon einen Betrag von rund 100 Euro einzutreiben. Durch ein vermeintliches Telefongespräch, wäre ein Vertrag über die Teilnahme an Gewinnspielen abgeschlossen worden, dessen Kosten nun beglichen werden müssen.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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