Gefahren im Internet - Freitag, 02.10.2009 20:13

Anfangs werden Adressen von Firmen oder Gewerbetreibenden aus Broschüren heraus gesucht. Das Unternehmerpaar hat sich dann als Herausgeber jener Broschüren gemeldet und eine Verlängerung des Werbevertrages angeboten – darauf fielen zahlreiche Kunden herein. Gedruckt wurde fast nichts.
Der Polizei und Staatanwaltschaft Köln ist gleich ein ganzer Ring von Betrügern ins Netz gegangen. Diese Gruppe hatte sich ebenso spezialisiert auf das Anwerben des Folgedruckes einer Anzeige für ein weiteres Jahr.
Die meisten Kunden verneinten und erhielten kurz nach dem Gespräch einen Faxvordruck in dem das telefonisch erörterte dokumentiert wurde (Kein Folgedruck oder Zweitauflage entfällt). Mit dem Rückfax sollte das Einverständnis bestätigt werden.
Hinterlistig wurde hier nicht nur die Unterschrift sondern auch die Bankverbindung zu Zuordnungszwecken angefordert. Die Abbuchungen von 500-800 Euro ließen nicht lange auf sich warten.
Beide Fälle zeigen, dass sich die „Kölner Masche“ in verschiedenen Facetten weiterentwickelt.
Tipp:
Selbständigen und Gewerbetreibenden wird daher dringend empfohlen, gründlich zu prüfen, an wen und in welchem Zusammenhang sie ihre Bankdaten herausgeben. Prüfen Sie die Abbuchungen auf den Kontoauszügen regelmäßig, damit ggf. das Rücklastschriftverfahren noch fristgerecht veranlasst werden kann. Bei ungerechtfertigter Verwendung oder Weiterleitung von Bankdaten sollte sofort Strafanzeige erstattet werden.
Tags: Betrug, Crime, Etikettenschwindel, Firmenhülle, Handel unter fremden Namen, Identitätsfälschung, Identitätsschwindel, Internetkriminalität, Kurzmeldung, massenhafte Betrug, Nicht mit mir, Risikominimierung, Sicherheitslücke, unbedarfte Opfer
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