Prävention - Montag, 05.10.2009 18:07

Der 1. Oldtimerrechtstag war eine runde Sache!

Sinsheim, 25. und 26.09.2009

Mit dem 1. Oldtimerrechtstag hat die Deutsche Anwalt Akademie allen Liebhabern alter Automobile ein Forum geboten in dem die vielfältigen rechtlichen Probleme im kollegialen Gedankenaustausch diskutiert werden konnten. Es war ein runder Mix aus Fachinformation und Tipps, der den Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird. In der Theorie hören sich viele Dinge einfach an, welche aber in der Praxis häufig zu Problemen führen, insbesondere beim Kauf, Verkauf und der richtigen Wahl der Versicherung für das alte Schätzchen.

Die Referenten demonstrierten in ihren Vorträgen, dass kaum ein anderes Rechtsgebiet so viele Streitfragen in der Bewertung der Beschaffenheitsangaben und der Historie des Kaufobjektes beinhalten. Rechtsanwalt Michael Eckert  ist seit Jahren mit den Auseinandersetzungen zwischen Käufer und Verkäufer befasst und weiß, dass viele Mandanten zu spät auf den Gedanken kommen Details zu dokumentieren(www.oldtimeranwalt.de).

Gutgläubigkeit wird ausgenutzt

Da sind schnell einige tausend Euro in den Sand gesetzt, insbesondere dann, wenn der Kaufvertrag zur Beschaffenheit des Kaufgegenstandes keine präzisen Angaben enthält. Vor dem Hintergrund des neuen Schuldrechts sind die Möglichkeiten des Gewährleistungsausschlusses drastisch reduziert worden, dass ändert aber laut Eckert nichts an der Ausgangssituation, wenn der Käufer sich mit einem inhaltslosen Kaufvertrag zufrieden gegeben hat.

Kurzgutachten helfen nur bedingt weiter

Auch die weit verbreitete Meinung der Dokumentation durch ein Kurzgutachten belegt keineswegs die historische Geburtsurkunde und Originalität des Fahrzeuges. Ein Kurzgutachten ist auch kein Beleg dafür, dass historische Substanz überhaupt noch vorhanden ist und eine lückenlose Fahrzeughistorie  des Fahrzeuges vorgelegt wurde.

Wahl des Sachverständigen

Ein permanenter Streitpunkt ist natürlich die Frage der Parameter die der Sachverständige für die Feststellung der Werte des Kaufgegenstandes herangezogen hat. Unbeantwortet ist nämlich die Frage, wie viel an Substanz noch da sein muss, um von einer Originalität noch sprechen zu können.

Wo hört die Originalität auf, wo fängt die Restauration an und wo beginnt die Replika?

In diesem Spannungsfeld bewegt sich Eckert und sein Kollege Oliver Roesner, der dann auch gleich als Fachanwalt für Versicherungsrecht die Seite der Schwierigkeiten im Unfallrecht beleuchtete, die sich zwangsweise aufdrängt, wenn die Mandanten erst im Schadenfall von der geschönten Historie, einer Blitzrestauration und Schlimmstenfalls von der gefälschten Dublette erfahren.

Schadenersatzrecht mit Tücken

Roesner überzeugte die Teilnehmer, dass das Oldtimerrecht auch für das Schadenersatzrecht seine eigenen Tücken hat. Hat der Mandant auf den Grundsatz „Nur wer richtig fragt, bekommt andere Antworten“ verzichtet, dann läuft er schnell Gefahr auch beim Versicherungsantrag ins Blaue hinein vorzutragen.

Spätestens im Schadenfall riskieren die Mandanten, dass der Haftpflicht- oder Kaskoversicherer die Historie aufrollt und die Fahrzeugbeschreibung unter einem ganz anderen Licht zu betrachtet.

Wertangaben, Urkunden und Gutachten

Geschönte Wertangaben, Urkunden und Gutachten zur Fahrzeugbeschreibung können schnell zu drakonischen Anspruchsverlusten führen. Im hochpreisigen Oldtimergeschäft sollte auf keinen Fall auf eine Rechtsberatung verzichtet werden.

Besonders problematisch wird die Angelegenheit, wenn die Verschuldenslage und die Höhe des Schadens nicht eindeutig geklärt sind.

Gutachtereinsatz

Das bestätigt auch Dipl. Ing. Thomas Eschenbach (www.kfz-buero.de). Er befasst sich seit 1995 mit diesem Spezialrecht, der Szene und den Besonderheiten des Oldtimermarktes.

In seinem Vortrag ging er eindrucksvoll auf die Tricks zur sogenannten Zellteilung ein. Der Markt der Fälschungen und frisch geklonter Oldtimer hat sich mit Wegfall der Grenzen vom Westen zum Osten stark weiterentwickelt.

Parallelen zu dem explodierenden Kunst- und Antiquitätenmarkt sind zulässig. Die Täter investieren in die Legende und die Fahrzeugdokumente. Ein Laie kann das nicht erkennen. Ohne Hemmungen mutiert da schnell eine Limousine zum teuren Cabrio. Eschenbach machte dann auch keinen Hehl daraus, dass er von Kurzgutachten wenig hält. Wer einen Oldtimer im hochpreisigen Segment kauft, der sollte sich bei dem Gedanken an ein Renditeobjekt absichern und nicht abzocken lassen.

Teilweise muss er über Wochen eine aufwendige Recherche betreiben. Das kann sich aber für den Kunden durchaus lohnen. Bei seinem letzten Fall konnte er unter Hilfestellung des Herstellers sogar den Nachweis für einen Werksprototyp eines 300 SL aus 1956 führen.

Für den Kunden hat sich das Finanzbarometer kräftig nach oben entwickelt.

Fazit:

Die DeutscheAnwaltAkademie hat mit diesem Seminartyp und der Kombination der Museumsbesuche den Geschmack der TeilnehmerInnen getroffen. Für eine weitere Auflage des Seminars spricht schon die Vertiefung zu den Möglichkeiten einer Historienrecherche, dem Einsatz von Überwachungstechnologie zu mehr Diebstahlsicherheit und der Rückgewinnungshilfe im Schadenfall.

Tags: Anti-Fraud-Management, arglistige Täuschung, Auto & Verkehr, Autowracks, Beutezug, Deutsche Anwalt Akademie, Diebstahl, Diebstahl-Recovery-System, Diebstahldatenbank, Dublettenherstellung, Fahrzeugverschiebung, Fallaktenanalyse, Fighting Crime, gutgläubiger Erwerb, Haftungsfallen, Handel unter fremden Namen, Identitätsschwindel, Internetauktion, Kaskoversicherung, Kaskoversicherung, Kriminalitätsbekämpfung, Nachrüstsicherung, Oldtimer, Oldtimerdiebe, Oldtimerrechtstag, Sammelleidenschaft, Sammlerwert, Scheinfirmen, Schrottfrisierung, Sicherheitsgefühl, Sicherheitstechniken, Techno-Classica, Teilehandel, unwahre Angaben, Urkundenfälschung, Versicherungsschutz, Werkstattservice

Diebstahl - Sonntag, 04.12.2011 13:56

Profi-Rennrad Trek, Madone 6 (vormals Lance Armstrong) gestohlen

BAMBERG: Ein hochwertiges Profi-Rennrad vom Hersteller TREK in der Farbkombination gelb und schwarz im Wert von rund 14.500 Euro hat ein unbekannter Dieb am Montagmorgen am Bahnhofsplatz entwendet. Für Täterhinweise sind 1.000 € Belohnung ausgesetzt!

weiter...

Weitere Meldungen: Diebstahl

Newsletter oder RSS-Feed abonnieren

Brand - Mittwoch, 28.12.2011 21:58

Brand in Tiefgarage - sieben Fahrzeuge stark beschädigt

BAD GRIESBACH.LKRS.ROTTAL-INN: Am Dienstag (27.12.2011) brannten in einer Tiefgarage eines Hotels in der Thermalbadstraße sieben Fahrzeuge zum Teil vollständig aus. Die Ermittler der Kripo Passau gehen von Brandstiftung aus. Es entstand Sachschaden von rund 150.000 Euro.

weiter...

Weitere Meldungen: Brand

Newsletter oder RSS-Feed abonnieren

Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

weiter...

Weitere Meldungen: Prävention

Newsletter oder RSS-Feed abonnieren

Buchvorstellung

So werden Lügner überführt!

Shop

Rezension

Buchvorstellung

Neuauflage des Kriminalistik-Lexikons

Shop

Rezension

Buchvorstellung

Buchempfehlung zum Qualitätsmanagement

Shop

Rezension

Buchvorstellung

Information Security Management – Das Praxishandbuch

Shop

Rezension

Crimereport ist ein Nachrichtenportal. Das Kriminal-Magazin stellt aktuelle Informationen für die Versicherungs- und Sicherheitsbranche zur Verfügung. Als Ratgeber- und Themenportal im Bereich der Finanzwirtschaft werden umfassende Analysen, Meinungen und kompakte Themenschwerpunkte mit Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, die auch für Verbraucher von großem Nutzen sind. Mit seinen Inhalten, Tools und Services orientiert sich Crimereport an den Bedürfnissen der User. Über aktuelle Risiken wird aufgeklärt. Mit dem Datenbanksystem des Nachrichtenportals liefert Crimereport einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Versicherungskriminalität und damit in Zusammenhang stehender Delikte. Verbraucher werden sensibilisiert. In den Kernthemen werden weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Der Inhaber war sechs Jahre Leiter der Abteilung Kriminalitäts- und Geldwäschebekämpfung im Gesamtverband d. dt. Versicherungswirtschaft. Zuvor war er 20 Jahre in der Versicherungsbranche in verschiedenen Führungsaufgaben mit Themen der Schadenabwicklung, Betrugsabwehr und des Risikomanagement befasst. Auf die Erfahrung aus über 3.200 Gerichtsverfahren kann zurückgegriffen werden. Den Kunden werden weitere Services zur Verfügung gestellt. Mit einer Mediathek, dem Archiv, der indivduellen Recherche, dem Expertenbranchenbuch und einem Kriminalmagazin werden weitere Hilfestellungen angeboten.

Websites von ProVersicherer: