Versicherungsbarometer - Mittwoch, 07.10.2009 16:54

Da es noch an einer einheitlichen Definition dieses unscharfen Begriffes "Volkssport Versicherungsbetrug" fehlt, machen wir eine Anleihe beim Deutschen Sportbund.
Danach würde man ab 1975 „jegliche betrügerische Tätigkeit“, die nicht wettkampfmäßig betrieben wird, hierunter zusammenfassen. Damit grenzt sich diese Sportart , wenn man sie denn so bezeichnen will, ab von einem wettkampforientierten und trainingsintensiven organisierten Versicherungsbetrug.
Nach den Aussagen des Pressereferenten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV, Berlin), Christian Lübke, sind es dann in der Vielzahl der Fälle nicht die ganz großen Dinger die gedreht werden. Den jährlichen Verlust taxiert er auf 4 Milliarden Euro.
Dass die meisten Fälle unerkannt blieben belegt die polizeiliche Kriminalstatistik des Landes NRW, wonach für 2008 nur 1.113 Vorgänge registriert wurden mit einer Schadensumme von 5,8 Millionen Euro. Im gesamten Bundesgebiet sind 4.775 Fälle erfasst, wobei es in 1.355 Vorgängen beim Versuch blieb.
Nach Einführung des 6. Strafrechtsänderungsgesetzes und der Statistik handelt es sich um die niedrigste Kriminalitätsrate zu Lasten der Versicherer. Die Aufklärungsquote liegt allerdings mit 98,7 Prozent weit über dem Durchschnitt anderer Delikte. Die Mitverantwortung der Versicherer sieht „Der Westen“ als hausgemachtes Problem an. Bei Werten unter 2.000 Euro würde aus Kostengründen so gut wie nie nachgeprüft.
Für die eindeutig in der überwiegenden Anzahl vorhandenen braven und zahlenden Versicherungskunden wollen wir hoffen, dass sich der Versicherungsbetrug nicht weiter zum Fun-oder Trendsport entwickelt.
Den gesamten Artikel finden Sie unter:
http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/10/6/news-135804895/detail.html
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