Versicherungsbarometer - Mittwoch, 07.10.2009 16:54

Versicherungsbetrug ist (k)ein Sportangebot

Dortmund

In der Ausgabe vom 06.10.2009 geht „DerWesten“ dem Thema Volkssport "Versicherungsbetrug“ unter dem Blickwinkel des Breitensportes nach. Diese Sportart dient nach Meinung des Autors, Ingo Schmidt aber nicht dem Ausgleich eines Bewegungsmangels, sondern hauptsächlich der finanziellen Fitness der Kunden. Brave Bürger werden zum Betrüger. Versicherungsverträge gibt es wie Möwen an der Waterkant und die Möglichkeiten sich seine Beiträge zurückzuholen sind grenzenlos, sozusagen „Sport für alle“.

Da es noch an einer einheitlichen Definition dieses unscharfen Begriffes "Volkssport Versicherungsbetrug" fehlt, machen wir eine Anleihe beim Deutschen Sportbund.

Danach würde man ab 1975 „jegliche betrügerische Tätigkeit“, die nicht wettkampfmäßig betrieben wird, hierunter zusammenfassen. Damit grenzt sich diese Sportart , wenn man sie denn so bezeichnen will,  ab von einem wettkampforientierten und trainingsintensiven organisierten Versicherungsbetrug.

Nach den Aussagen des Pressereferenten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV, Berlin), Christian Lübke, sind es dann in der Vielzahl der Fälle nicht die ganz großen Dinger die gedreht werden. Den jährlichen Verlust taxiert er auf 4 Milliarden Euro.

Dass die meisten Fälle unerkannt blieben belegt die polizeiliche Kriminalstatistik des Landes NRW, wonach für 2008 nur 1.113 Vorgänge registriert wurden mit einer Schadensumme von 5,8 Millionen Euro. Im gesamten Bundesgebiet sind 4.775 Fälle erfasst, wobei es in 1.355 Vorgängen beim Versuch blieb.

Nach Einführung des 6. Strafrechtsänderungsgesetzes und der Statistik handelt es sich um die niedrigste Kriminalitätsrate zu Lasten der Versicherer. Die Aufklärungsquote liegt allerdings mit 98,7 Prozent weit über dem Durchschnitt anderer Delikte. Die Mitverantwortung der Versicherer sieht „Der Westen“ als hausgemachtes Problem an. Bei Werten unter 2.000 Euro würde aus Kostengründen so gut wie nie nachgeprüft.

Für die eindeutig in der überwiegenden Anzahl vorhandenen braven und zahlenden Versicherungskunden wollen wir hoffen, dass sich der Versicherungsbetrug nicht weiter zum Fun-oder Trendsport entwickelt.

Den gesamten Artikel finden Sie unter:

http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/10/6/news-135804895/detail.html

Tags: Anti-Fraud-Management, Anti-Money-Laundering, arglistige Täuschung, Beihilfe zum Versicherungsbetrug, Betrug, Betrugsprüfung, Crime, Doppelabrechnung, Ermittlungskosten, Fighting Crime, Hinweis- und Informationssystem, HIS, IKS, Konsumentenschutz, Kriminalitätsbekämpfung, manipulierte Verkehrsunfälle, maschinelle Betrugserkennung, Rechnungsprüfung, Schufa der Versicherungsbranche, Stichproben, Studien zum Versicherungsbetrug, Versichertengemeinschaft, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch, vorsätzlich falsche Angaben, Vortäuschen von Straftaten

Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Prävention - Freitag, 30.09.2011 07:35

Warnung an Studenten vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht - gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer.

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Brand - Mittwoch, 28.12.2011 21:58

Brand in Tiefgarage - sieben Fahrzeuge stark beschädigt

BAD GRIESBACH.LKRS.ROTTAL-INN: Am Dienstag (27.12.2011) brannten in einer Tiefgarage eines Hotels in der Thermalbadstraße sieben Fahrzeuge zum Teil vollständig aus. Die Ermittler der Kripo Passau gehen von Brandstiftung aus. Es entstand Sachschaden von rund 150.000 Euro.

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