Betrug - Mittwoch, 14.10.2009 15:57

In wechselnder Beteiligung haben der 49-jährige Vater, seine Ehefrau (45) und der Sohn (28) von 1997 bis 2007 so knapp 20 Autofahrer durch gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr zum Crash genötigt. Über die Jahre konnten sie neben staatlicher Stütze 50.000 Euro an Versicherungsgeldern kassieren.
Beim gestrigen Prozess wunderten sich die Richter, dass es dem Trio gelungen ist den Kauf von 79 Fahrzeugen zu verschleiern. Für das weitere Verfahren war vorgesehen rund 40 Zeugen zu hören. Zur Verfahrensverkürzung machte das Gericht ein Angebot unter Voraussetzung eines Geständnisses.
Danach werden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft weniger gewichtige Anklagepunkte eingestellt. Der Vater erhält nicht mehr als 2 Jahre und einen Führerscheinentzug von 12 Monaten. Ehefrau und Sohn sollen max. 15 Monate erhalten. Viel schmerzhafter ist, dass die Fahnder bei der damaligen Durchsuchung des elterlichen Schlafzimmers auch 52.000 Euro sicherstellten. Das Geld bleibt eingezogen.
Verkehrsopferhilfe
Polizei und Justiz sollten in derartigen Verfahren verstärkt die Rechte der Opfer im Auge haben. Neben einer öffentlichen Entschuldigung ist eine der Schuld angemessene Wiedergutmachung erforderlich. Über die Voraussetzungen können sich die Verbraucher unter www.verkehrsopferhilfe.de informieren.
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