Betrug - Mittwoch, 28.10.2009 12:11

Die Strafkammer hat bis zum 20.11.2009 die Fortsetzungstermine festgelegt. Der Angeklagte hat die Betrugsabsicht verneint. Im Sitzungssaal räumte er lediglich Fahrfehler ein, welche vielleicht zur Mitverursachung der Unfälle geführt haben könnten. Die 44 Fälle waren erst im Herbst 2008 ans Tageslicht gekommen, weil ein Beamter sich bei der Unfallaufnahme an einen Vorunfall erinnerte. In der Unfallstatistik tauchte der 27-jährige dann mit Unfällen in Bochum, Essen und Dortmund auf. Auch in den Systemen der Versicherer wurden die Ermittler fündig.
44 Unfälle im Tatzeitraum März 2007 bis Januar 2009 beim Spurwechsel und der teilweise Versuch der Abrechnung von Schäden, die nicht aus dem vermeintlichen Unfallgeschehen resultieren, haben nun die Richter zu beurteilen. Der Anklagevorwurf lautet denn auch auf gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und bandenmäßiger Betrug.
Inwieweit der Kläger als Krankenpfleger geeignet ist, steht zum Glück nicht zur Klärung an, aber der Frage der uneingeschränkten Teilnahme am Straßenverkehr ist bei der Vielzahl der Opfer nachzugehen.
In diesem Jahr wurden bei weniger nachgewiesenen Fällen schon mehrfach die Führerscheine eingezogen. Je mehr Fälle der Angeklagte einräumt desto größer ist die Chance der Opfer aus der Verkehrsopferhilfe entschädigt zu werden.
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