Betrug - Samstag, 20.06.2009 18:56

Nach einem Bericht der Washington Post gab es einen berechtigten Verdacht auf Versicherungsbetrügereien. Erst nach Zeichnung der Versicherungsverträge kam es in Nordkorea zu mehreren schweren Schadenfällen. Die Versicherungskonzerne in München, Zürich und London untersuchten die Fälle. 2004 war ein Helikopter in ein staatliches Warenhaus gestürzt. Erste Untersuchungen sprachen für einen gezielten Versicherungsbetrug. Damit nicht genug. Die Serie häufte sich. Fähren sanken, Fabriken brannten und Züge entgleisten. Hohe Summen waren im Spiel.
Das international isolierte Land, das seit Jahren einen maroden Staatshaushalt hat, konnte die Finanzspritzen der Versicherer gut gebrauchen. Der konkrete Beweis für einen gezielten Betrug konnte jedoch erbracht werden, so dass Kim Jong II über die Großkonzerne triumphieren konnte, die dem Diktator daraufhin einen Vergleich anboten. Doch aus Schaden wird man klug: Unisono erklärten die betroffenen Versicherungskonzerne am vergangenen Freitag, dass seit Auftauchen der Zweifel keine weiteren Verträge mit Nordkorea geschlossen wurden.
Tags: Betrugsvorwurf, organisierte Versicherungsbetrügereien, Schäden vorgetäuscht
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