Betrug - Freitag, 20.11.2009 12:32

Crimereport liegt eine ausführliche Stellungnahme des stellvertretenden BDK-Landesvorsitzenden, Rolf Jaeger vom 11.11.2009 an Innenminister Dr. Wolf vor.
Darin wird die fruchtbare Zusammenarbeit und das Engagement zur Einführung des Analysetools rs-Case sowie der Erlass zur Verjüngung der Kriminalpolizei hervorgehoben. Die Mängelliste des BDK NRW beinhaltet gleich 18 Unterpunkte.
Hierin wird deutlich, dass es schon lange nicht mehr um einen Dissens wegen ein paar Beförderungen oder Stellenbeschreibungen geht. Die Kriminalisten zeigen mit ihren Forderungen auf, dass tiefgreifende Fragen der Effizienz, Effektivität, Ausbildung und Personalentwicklung bis hin zur Endprofessionalisierung auf der Tagesordnung stehen.
Der Vorhalt, dass weder der Schutz- noch der Kriminalpolizei ausreichend Personal zur Verfügung steht, wundert nicht, wenn die Experten im Detail auflisten, welche Anforderungen das Innenministerium selbst aufgestellt hat.
Experten fehlen nicht nur bei der Eigentumskriminalität die die Bürger am stärksten belastet, sondern auch in den Spezialdisziplinen der Wirtschafts-, Computer- und Internetkriminalität.
Hinzukommen neue Herausforderungen für die Bereiche Staatsschutz- und organisierte Kriminalität, Opferschutz sowie aller personalintensiven Arbeiten der Auswertestellen.
Insoweit ist der Protest an einer zukünftigen 6 Wochen dauernden Bachelor-Ausbildung nachvollziehbar.
Den Bürgern wird kaum zu vermitteln sein, dass gegen schwerste Kriminalität in einem globalisierten Markt, junge frisch ausgebildete Fachkräfte ohne praxisnahe Erfahrungen das gleiche Sicherheitsniveau aufrechterhalten können.
Der BDK NRW mahnt vor einer weiteren Zersplitterung und Vermischung der Aufgabenfelder. Die Grenze der Demotivation durch permanente Änderungswellen ist erreicht.
Das Ziel, alle für einen, nämlich für die Bürger und Bürgerrinnen ein hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, gerät ins Wanken, so der BDK NRW.
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