Brand - Montag, 23.11.2009 17:11

Freispruch zum Brand im Bordell X-Club

Im Prozess um die Explosion im Bordell „X-Club“ hatte die Staatsanwaltschaft dem 27-jährigen Sohn des Bordellbetreibers, Rafael S., versuchten Mord, schwere Brandstiftung und schwere Körperverletzung vorgeworfen. S. schwieg an den Prozesstagen. Die Anklage stützte sich auf die Feststellungen einer kriminalpolizeilichen Untersuchung und verschiedener Zeugenaussagen.

Danach fehlte es an Einbruchspuren. An einem Zigarettenautomat wurden Blutspuren von S. gefunden. Am zweiten Prozesstag bestätigten die Hausbewohner Mike E. und Elena O., dass sie den Angeklagten wenige Minuten vor Brandausbruch vom Haus hätten weggehen sehen.

Damals hatte sich Mike E. bei der Explosion schwerste Brandverletzungen zugezogen. 60 Prozent seiner Haut wurden verbrannt, er lag über Monate im künstlichen Koma. Im Zeugenstand berichtete E., dass er gehört habe, wie die Alarmanlage des Clubs eingeschaltet worden sei.

Daraufhin habe er über eine Video-Überwachungsanlage den S. vom Haus weggehen sehen. Kurz danach habe er den Gasgeruch wahrgenommen, seine Frau und Kinder geweckt und versucht, mit seiner damals sechsjährigen Tochter Sanja durchs Haus hindurch zu fliehen.

Dabei wurden er und die Tochter von den Flammen überrascht. Die Tochter erlitt ebenfalls schwerste Verbrennungen. Weitere Zeuginnen konnten zunächst nichts zu dem Täter bekunden, später sagten sie jedoch aus, den Angeklagten vor Ort gesehen zu haben.

Auch der Aussage von Mike E. konnte das Gericht nicht uneingeschränkt folgen. Er hatte bekundet das Scharfstellen der Alarmanlage gehört zu haben. Alle aufgebrachten Indizien und Zeugenaussagen konnten die Richter am Mönchengladbacher Schwurgerichtssaal aber nicht mit letzter Sicherheit davon überzeugen, dass der Angeklagte S. zweifelsfrei der Täter sei.

Die Aussage von Mike E. schließt nicht aus, dass ein Dritter die Räume betreten habe. Spuren von Brandbeschleuniger konnten an der Kleidung nicht gesichert werden, so dass lediglich feststeht, dass der Brand nicht zufällig ausgebrochen ist. Nach monatelangem Prozessverfahren kam es überraschend zum Freispruch. Rafael S. saß neuneinhalb Monate in Untersuchungshaft.

Tags: Auftragsbrandstiftung, Brände ohne Ende, Crime, geringe Aufklärungsquote, Richterspruch, Urteile, Vollbrand, vorsätzliche Brandstiftung, Wahrheit oder Lüge

Betrug - Samstag, 10.12.2011 18:31

Betrügereien durch Inkassounternehmen - Prävantionshinweis an die Bevölkerung

INGOLSTADT: Seit einiger Zeit versucht ein Inkassounternehmen in ganz Deutschland durch Telefonate oder Postsendungen die jeweiligen Empfänger einzuschüchtern und zur Zahlung unterschiedlicher Geldbeträge zu zwingen. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Geschädigte. Auch bei der Kripo Ingolstadt gingen bereits 7 Anzeigen ein. Die unseriöse Firma verschickt Post und versucht zudem per Telefon einen Betrag von rund 100 Euro einzutreiben. Durch ein vermeintliches Telefongespräch, wäre ein Vertrag über die Teilnahme an Gewinnspielen abgeschlossen worden, dessen Kosten nun beglichen werden müssen.

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Produktwarnungen - Dienstag, 10.04.2012 07:40

Achtung Verletzungsgefahr: Rasentraktoren sind unter Umständen nicht zu stoppen

Verschiedene Aufsitzmäher unterschiedlicher Hersteller haben dasselbe Problem: ihr defekter Antrieb kann unter Umständen nicht gestoppt werden. Es handelt sich um Rasentraktoren der Marken Husquarna und Briggs &Stratton aus Amerika sowie der Marke Al-Ko aus Deutschland. Unfälle und Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen.

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Brand - Dienstag, 01.05.2012 13:06

Vollbrand eines Porsche Cayenne

Am Freitag, 27.04.2012, gegen 22.45 Uhr, wurde ein rosa gefärbter Porsche Cayenne im Bereich des Euro-Industrieparks durch unbekannte Personen in Brand gesetzt. Die Auswertung einer Videoaufzeichnung ergab, dass aus einem fahrenden Auto ein Brandsatz auf den geparkten Porsche geworfen wurde. Das Kennzeichen ist jedoch unbekannt. Der Schaden beträgt ca. 50.000 Euro.

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