Betrug - Sonntag, 21.06.2009 20:34

Nach der Wohnungsdurchsuchung am 09.01.09 wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung läuft seit Monaten. Die Opfer aus den bewusst herbeigeführten Karambolagen waren ahnungslos. Der in Unfallsachen trainierte Beschuldigte hat den Geschädigten vor Ort regelmäßig die Schuld eingeredet. Die meisten Betroffenen sind mittlerweile angehört worden. Sie wussten nicht, dass sie hereingelegt wurden und somit das eigentliche Opfer sind.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ist zur Zeit mit der Haftprüfung befasst. Der Nachweis der Unfallprovokation mag schwierig sein. Die Häufung des Deliktes führt unweigerlich zu der Frage, ob der Beschuldigte überhaupt geeignet ist am Straßenverkehr teilzunehmen. Wer sein Fahrzeug als Waffe zum Geldverdienen einsetzt und x-beliebige Verkehrsteilnehmer auf's Korn nimmt, darf kein Fahrzeug mehr auf sich zulassen und führen.
In aller Regel erleidet ein Verkehrsteilnehmer alle 12 Jahre oder bei über 160.000 gefahrenen Kilometer einen Crash. Der Beschuldigte schafft es im Jahr auf über 19 Vorgänge, wobei der am 07.01. zunächst der Letzte war.
Den Opfern bleibt nur zu wünschen, dass sie nach Klärung der Fälle auch ihren Schadenersatz bekommen. Insoweit empfiehlt sich eine enge Rückkoppelung mit dem eigenen Versicherer und der Verkehrsopferhilfe.
Tags: Betrugsprüfung, Doppelabrechnung, manipulierte Verkehrsunfälle, Regress, Richterspruch, Studien zum Versicherungsbetrug, unbedarfte Opfer , Unfallprovozierer auf deutschen Straßen, Versichertengemeinschaft, Versicherungsbetrug
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