Betrug - Sonntag, 21.06.2009 20:34

Unfallprovozierer auf deutschen Straßen

Ein 57-jähriger Familienvater ist an mindestens 74 Verkehrsunfällen beteiligt. Seit über  4 Jahren soll der Südhesse die Straßen der Mainmetropole Frankfurt unsicher gemacht haben. Das Polizeipräsidium hat ermittelt, dass der Täter allein zu diesem Zweck  60 mal nach Frankfurt fuhr. Mit einer perfiden Kaltschnäuzig-keit nutzte er sein Fahrzeug als "Waffe im Verkehr". Die Fahrmanöver von Spurwechslern und die Unaufmerk-samkeit von ortsfremden Verkehrsteilnehmern führten nach Wunsch zum Crash. Insgesamt dürfte der so verursachte Schaden bei über einer viertel Million Euro liegen. 

Nach der Wohnungsdurchsuchung am 09.01.09 wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung läuft seit Monaten. Die Opfer aus den bewusst herbeigeführten Karambolagen waren ahnungslos. Der in Unfallsachen trainierte Beschuldigte hat den Geschädigten vor Ort regelmäßig die Schuld eingeredet. Die meisten Betroffenen sind mittlerweile angehört worden. Sie wussten nicht, dass sie hereingelegt wurden und somit das eigentliche Opfer sind.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ist zur Zeit mit der Haftprüfung befasst. Der Nachweis der Unfallprovokation mag schwierig sein. Die Häufung des Deliktes führt unweigerlich zu der Frage, ob der Beschuldigte überhaupt geeignet ist am Straßenverkehr teilzunehmen. Wer sein Fahrzeug als Waffe zum Geldverdienen einsetzt und x-beliebige Verkehrsteilnehmer auf's Korn nimmt, darf kein Fahrzeug mehr auf sich zulassen und führen. 

In aller Regel erleidet ein Verkehrsteilnehmer alle 12 Jahre oder bei über 160.000 gefahrenen Kilometer einen Crash. Der Beschuldigte schafft es im Jahr auf über 19 Vorgänge, wobei der am 07.01. zunächst der Letzte war.

Den Opfern bleibt nur zu wünschen, dass sie nach Klärung der Fälle auch ihren Schadenersatz bekommen. Insoweit empfiehlt sich eine enge Rückkoppelung mit dem eigenen Versicherer und der Verkehrsopferhilfe.

Tags: Betrugsprüfung, Doppelabrechnung, manipulierte Verkehrsunfälle, Regress, Richterspruch, Studien zum Versicherungsbetrug, unbedarfte Opfer , Unfallprovozierer auf deutschen Straßen, Versichertengemeinschaft, Versicherungsbetrug

Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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