Urteil der Woche - Mittwoch, 02.12.2009 07:52

Harte Nuss für Heino – Gothaer gewinnt

In einem Prozess vor dem Kölner Landgericht sollte die Gothaer zu 3 Millionen Schadenersatz aus einer Ausfallversicherung verurteilt werden. Der Konzertveranstalter Kult Musik wollte für die vor zwei Jahren geplatzte Konzertreise durch Deutschland den Versicherer in Anspruch nehmen. Die Gothaer weigerte sich zur Zahlung wegen arglister Täuschung und Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungsobliegenheiten.

Das Landgericht Köln ist der Auffassung der Gothaer gefolgt und hat die Klage rundweg abgewiesen.

Bei den Gesundheitsfragen im Antrag soll der Volksmusikant zu den Vorerkrankungen und Arztbesuchen einige Details verschwiegen haben.

Von Heino wurde das bestritten. Vor Gericht beteuert Heino: "Ich war nie im Leben krank".

Die beigezogene Patientenakte überzeugte die Richter, dass da etwas anderes zu vermuten ist. Nach Aktenlage hatte Heino in zwei Jahren 120 Mal den Arzt konsultiert. Die Ärztin verschrieb 30 x 20 Schlaftabletten. Die Tabletten will der Sänger aber nicht für sich besorgt und selbst eingenommen haben.Heino will die Tabletten an Frau Hannelore und Kollegen verteilt haben.

Es ist noch nicht klar, ob Heino und sein Konzertveranstalter mit dem bisherigen Klagevortrag auch Berufung einlegen. Der Versicherungssenat des Oberlandesgerichtes Köln hat schon häufig zu Gesundheitsfragen in Versicherungsanträgen geurteilt.

Danach trägt ein Versicherungsnehmer das Risiko, wenn er meint, selbst beurteilen zu können, was gefahrerheblich ist und was nicht. Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit mag dieses Risiko noch gegen Null gehen. In allen anderen Fällen tut er gut daran, die im Formular gestellten Fragen des Versicherers genau und wahrheitsgemäß zu beantworten.

Im Zweifelsfall ist alles risikorelevant, wonach ausdrücklich gefragt wird.

Tags: arglistige Täuschung, berechtigte Interessen der Versicherers, Betrugsprüfung, Falschangaben, Gerichtsurteile, Obliegenheitsverletzung, Risikominimierung, unwahre Angaben, Urteile zu Versicherungen, Versicherungsmissbrauch, vorsätzlich falsche Angaben, Wahrheit oder Lüge

Fahndung & Sicherstellung - Sonntag, 11.07.2010 17:12

Schmuck sichergestellt – Eigentümer gesucht

Die Polizei Köln hat ein Einbrecher-Duo (Mann 34, Frau 33) in Verdacht, in der vergangenen Woche eine Serie von Wohnungseinbrüchen im Kölner Stadtgebiet begangen zu haben. Zwecks Unterstützung der Öffentlichkeitsfahndung sind Fotos der sichergestellten Schmuckstücke auf Crimereport eingestellt. Von Seiten der Ermittler wird davon ausgegangen, dass die gezeigten Ringe, Ketten, Armbänder und Uhren aus Einbrüchen der vergangenen Tage stammen.

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Gefahren im Internet - Montag, 28.06.2010 14:24

Schreckgespenst iPhone 4 - Produktrückruf

Die von Daily Mail berichteten iPhone 4 Rückrufe haben nur in der Welt von Twitter stattgefunden. Tatsächlich gibt es keine Rückruf-Aktion seitens Apple für das neue iPhone 4. Es handelt sich um einen Fake Account bei Twitter.

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Urteil der Woche - Sonntag, 30.05.2010 22:30

Steuersünder - Strafbefreiende Selbstanzeige nur bei Rückkehr zur Steuerehrlichkeit

Mit dem Beschluss in der Strafsache -1 StR 577/09- vom 20.05.2010 hat der Bundesgerichtshof die Anforderungen an die Selbstanzeige bei Steuervergehen erheblich verschärft. Eine strafbefreiende Selbstanzeige ist nur bei Rückkehr zur Steuerehrlichkeit möglich. Werden bei der Selbstanzeige frühere Taten verschwiegen und nur diejenigen Taten offenbart, deren Aufdeckung durch den Fiskus befürchtet werden, dann scheidet eine Strafbefreiung auch aus, wenn die Steuerhinterziehung entdeckt ist.

Das Landgericht München II hatte den Angeklagten wegen Steuerhinterziehung und Betruges in mehreren Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.

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Crimereport ist ein Nachrichtenportal. Das Kriminal-Magazin stellt aktuelle Informationen für die Versicherungs- und Sicherheitsbranche zur Verfügung. Als Ratgeber- und Themenportal im Bereich der Finanzwirtschaft werden umfassende Analysen, Meinungen und kompakte Themenschwerpunkte mit Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, die auch für Verbraucher von großem Nutzen sind. Mit seinen Inhalten, Tools und Services orientiert sich Crimereport an den Bedürfnissen der User. Über aktuelle Risiken wird aufgeklärt. Mit dem Datenbanksystem des Nachrichtenportals liefert Crimereport einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Versicherungskriminalität und damit in Zusammenhang stehender Delikte. Verbraucher werden sensibilisiert. In den Kernthemen werden weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Der Inhaber war sechs Jahre Leiter der Abteilung Kriminalitäts- und Geldwäschebekämpfung im Gesamtverband d. dt. Versicherungswirtschaft. Zuvor war er 20 Jahre in der Versicherungsbranche in verschiedenen Führungsaufgaben mit Themen der Schadenabwicklung, Betrugsabwehr und des Risikomanagement befasst. Auf die Erfahrung aus über 3.200 Gerichtsverfahren kann zurückgegriffen werden. Den Kunden werden weitere Services zur Verfügung gestellt. Mit einer Mediathek, dem Archiv, der indivduellen Recherche, dem Expertenbranchenbuch und einem Kriminalmagazin werden weitere Hilfestellungen angeboten.

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