Betrug - Montag, 21.12.2009 10:14

Anwalt zu vier Jahren und Berufsverbot verurteilt

Die Große Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken hat zu einem länderübergreifenden Geflecht zur Unfallmanipulation einen 31-jährigen Rechtsanwalt aus Saarlouis zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Staatsanwaltschaft und Ermittler des Landeskriminalamtes für organisiertes Verbrechen hatten eine ganze Serie fiktiver und fingierter Unfallereignisse ermittelt.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Anwalt ein wichtiges lenkendes Mitglied der Organisation gewesen sei und sich an den Versicherungsunternehmen auch persönlich bereichern wollte.

In dem Verfahren wurden 20 vollendete und 13 Versuche zum Versicherungsbetrug verhandelt. Weitere Verfahren gegen Rechtsanwälte, Sachverständige, Autohändler, Hinterhofwerkstätten und viele Mittäter stehen noch an.

Die Bestellunfälle wurden in den meisten Fällen grenzüberschreitend über das Büro „Grüne Karte“ abgerechnet. Zum Crash wurden die Fahrzeuge und auch die Unfallbeteiligten gestellt. Die Gutachter taxierten die teuren Streifschäden und die Anwälte meldeten die Ansprüche bei den Versicherern an.

Bei der Urteilsverkündung bezifferte die Kammer den Schaden in diesem Verfahren auf 200.000 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Kammer verhängte auch ein zweijähriges Berufsverbot gegen den Anwalt.

Tags: Betrügerbande, Betrug, Crime, manipulierte Verkehrsunfälle, Urteile, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch

Versicherungsbarometer - Dienstag, 29.06.2010 10:43

Haftpflichtversicherung wird teurer

In diesem Jahr werden viele Haftpflichtversicherer ihre Prämien anheben müssen. Bereits zum 01.07.2010 rechnen Analysten mit einer Beitragsanpassung um bis zu fünf Prozent. Die Erweiterung des Deckungsumfanges und die immer teurer werdenden Schäden sind die Hauptgründe der Preisanhebung.

Die Aufdeckung des Brillenkartell durch das Bundeskartellamt wird die Haftpflichtversicherer in diesem Jahr noch nicht spürbar entlasten können. Erste Regresse der Versicherer werden nach dem vollständigen Abschluss der Verfahren zu erwarten sein. Der Gesamtschaden durch die Preisabsprachen wird sich ohnehin schwer berechnen lassen, da nicht alle Versicherer das Merkmal "Brillenschaden" in ihren Datenbeständen hinterlegt haben.

Unerwartete Unterstützung bei der Aufklärung dubioser Haftpflichtschäden erhalten die Versicherer aus dem Elektronik- und Fotobereich. Falschangaben zum Schadenhergang können durch Härtetests der Hersteller schneller aufgeklärt werden.

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Produktwarnungen - Montag, 14.06.2010 11:37

Löschdecken mit Verletzungsrisiken

Bei Kleinbränden sind Löschdecken in Haushalten und Gewerbe ein sinnvoller Schutz. Das Schnellwarnsystem der Europäischen Union (Rapex) meldet allerdings vermehrt Gefahren, die selbst von der Nutzung einer Löschdecke ausgehen können. Die Sicherheitsstandards der einschlägigen europäischen Norm EN 1869 scheinen einige Hersteller nicht zu erfüllen. Vor dem Kauf einer Löschdecke sollte man sich entsprechend informieren, damit einem im Brandfall ein Produkt zur Verfügung steht, das nicht selbst nach wenigen Sekunden in Brand gerät.

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Betrug - Mittwoch, 21.07.2010 23:22

33.654 "Blüten" im ersten Halbjahr 2010 beschlagnahmt

Der "falsche Fuffziger" ist die beliebteste Blüte in Europa. Danach kommt der 100-er und der 20 Euro-Schein. Das meiste Falschgeld wurde in diesem Jahr in Schleswig-Holstein sichergestellt.

Die Bundesbank hat im 1. Halbjahr 2010 gegenüber dem 2. Halbjahr 2009 rund 20 Prozent mehr Blüten sichergestellt. Der durch Falschgeld verursachte Schaden hat sich im gleichen Zeitraum von 1,6 auf 1,9 Millionen Euro erhöht.

Damit in Ihrer Geldbörse kein Falschgeld landet, sollten einige Tipps auch im Urlaub beachtet werden:

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