Gefahren im Internet - Dienstag, 09.02.2010 16:30

Falschangaben im Internet

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf betonten auf der heutigen Pressekonferenz, dass der Schutz der persönlichen Daten im Internet eine der „wichtigsten Kernaufgaben von Politik und Wirtschaft“ sei.

Beide hoben hervor, dass moderne digitale Technologien nur dann eine reale Chance haben, wenn auch die Interessen der Verbraucher umfassend geschützt seien. Anlässlich des „Safer Internet Day“ veranstalten das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gemeinsam die Konferenz „Sicherheit und Datenschutz – Wer trägt welche Verantwortung?“.

In einer anonymen repräsentativen Umfrage hat das Forschungsinstitut Forsa 1.000 Internet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Danach hatte bereits jeder vierte Internet-Nutzer ab 14 Jahren (23 Prozent) schon einmal falsche Angaben über sich im Internet gemacht. Hochgerechnet würde das bedeuten, dass 12 Millionen Deutschen ihre Namen, Vornamen, Alter, Telefonnummer und E-Mail-Adresse missbräuchlich im Internet einsetzen.

Nach Auffassung von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer sei das häufig eine Abwehrreaktion gegenüber zu hartnäckigen Datenabfragen im Internet. 58 Prozent ist es durchaus suspekt so viele Daten preiszugeben, insbesondere wenn sich deren Weiternutzung für den Laien nicht erschließen würde. 48 Prozent versuchen mit der Verschleierung ihrer Daten unerwünschter Werbung zu entgehen.

Es gibt aber auch unter den Befragten einen Anteil von 10 Prozent die sich unbemerkt im Internet bewegen wollen (z.B. bei der Partnersuche oder der Betrüger). Weitere fünf Prozent wollen andere gezielt an der Nase herum führen oder damit unseriöse Geschäfte tätigen.

Ein besonderer Schutz sei für Millionen Deutsche erforderlich, die Kontakte knüpfen und Freundschaften pflegen über das Internet. Wer in studiVZ, Xing, Facebook & Co. persönliche Informationen über Hobbys, die Familienverhältnisse oder den beruflichen Werdegang veröffentlichen will, sollte sich auch über die möglichen Gefahren bewusst sein.

Anlässlich des Safer Internet Days 2010 gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher Tipps, wie Soziale Netzwerke sicher genutzt werden können. Auf der Webseite www.bsi-fuer-buerger.de klärt das BSI ab dem 9. Februar in einem Brennpunkt über die Gefahren von sozialen Netzwerken auf.

In zehn Tipps haben die Experten die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für Nutzer zusammengefasst:

1. Seien Sie zurückhaltend mit der Preisgabe persönlicher Informationen!

2. Erkundigen Sie sich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des genutzten sozialen Netzwerks!

3. Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen – Kriminelle „sammeln“ Freunde, um Personen zu schaden!

4. Melden Sie „Cyberstalker“, die Sie unaufgefordert und dauerhaft über das soziale Netzwerk kontaktieren!

5. Verwenden Sie für jede Internetanwendung, insbesondere auch wenn Sie in verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet sind, ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

6. Geben Sie keine vertraulichen Informationen über Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!

7. Prüfen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern, Texten und Informationen einräumen!

8. Wenn Sie „zweifelhafte“ Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht!

9. Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstärkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

10. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken und klären Sie sie über die Gefahren auf!

Weitere Informationen stellt das BSI unter https://www.bsi-fuer-buerger.de/SicherSurfen zur Verfügung.

Tags: Betrugsdelikte, EDV- und Onlinerecht, Internetkriminalität, Internetsicherheit, Konsumentenschutz, Risikominimierung, Tatmittel Internet, Tricks der Internetbetrüger, Wahrheit oder Lüge

Produktwarnungen - Montag, 17.10.2011 08:00

Überhitzungsgefahr bei SAAB 9-3 und 9-5

Durch eine defekte Verbindung am Motorblock kann unter Umständen die Heizung der Modelle Saab 9-3 und 9-5 überhitzen und einen Brand im Fahrzeug verursachen.

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Urteil der Woche - Donnerstag, 07.07.2011 19:54

Buntmetalldiebe zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt

In einem Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) sind gegen die Mitglieder einer professionell agierenden Diebesbande am 30. Juni 2011 hohe Haftstrafen verhängt worden. Nach intensiven Ermittlungen war es der Bundespolizei gelungen, die Bande am 14. Juli 2010 auf frischer Tat festzunehmen.

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Gefahren im Internet - Mittwoch, 11.01.2012 23:48

Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" prüfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" zu überprüfen. Ab sofort ist eine solche Überprüfung mit Hilfe der Webseite www.dns-ok.de ganz einfach möglich. Die Webseite wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt. Einfacher Test auf Webseite www.dns-ok.de von Deutscher Telekom, BSI und BKA.

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