Gefahren im Internet - Dienstag, 09.02.2010 16:30

Nach Auffassung von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer sei das häufig eine Abwehrreaktion gegenüber zu hartnäckigen Datenabfragen im Internet. 58 Prozent ist es durchaus suspekt so viele Daten preiszugeben, insbesondere wenn sich deren Weiternutzung für den Laien nicht erschließen würde. 48 Prozent versuchen mit der Verschleierung ihrer Daten unerwünschter Werbung zu entgehen.
Es gibt aber auch unter den Befragten einen Anteil von 10 Prozent die sich unbemerkt im Internet bewegen wollen (z.B. bei der Partnersuche oder der Betrüger). Weitere fünf Prozent wollen andere gezielt an der Nase herum führen oder damit unseriöse Geschäfte tätigen.
Ein besonderer Schutz sei für Millionen Deutsche erforderlich, die Kontakte knüpfen und Freundschaften pflegen über das Internet. Wer in studiVZ, Xing, Facebook & Co. persönliche Informationen über Hobbys, die Familienverhältnisse oder den beruflichen Werdegang veröffentlichen will, sollte sich auch über die möglichen Gefahren bewusst sein.
Anlässlich des Safer Internet Days 2010 gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher Tipps, wie Soziale Netzwerke sicher genutzt werden können. Auf der Webseite www.bsi-fuer-buerger.de klärt das BSI ab dem 9. Februar in einem Brennpunkt über die Gefahren von sozialen Netzwerken auf.
In zehn Tipps haben die Experten die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für Nutzer zusammengefasst:
1. Seien Sie zurückhaltend mit der Preisgabe persönlicher Informationen!
2. Erkundigen Sie sich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des genutzten sozialen Netzwerks!
3. Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen – Kriminelle „sammeln“ Freunde, um Personen zu schaden!
4. Melden Sie „Cyberstalker“, die Sie unaufgefordert und dauerhaft über das soziale Netzwerk kontaktieren!
5. Verwenden Sie für jede Internetanwendung, insbesondere auch wenn Sie in verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet sind, ein unterschiedliches und sicheres Passwort!
6. Geben Sie keine vertraulichen Informationen über Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit preis!
7. Prüfen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Ihnen eingestellten Bildern, Texten und Informationen einräumen!
8. Wenn Sie „zweifelhafte“ Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht!
9. Klicken Sie nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstärkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!
10. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken und klären Sie sie über die Gefahren auf!
Weitere Informationen stellt das BSI unter https://www.bsi-fuer-buerger.de/SicherSurfen zur Verfügung.
Tags: Betrugsdelikte, EDV- und Onlinerecht, Internetkriminalität, Internetsicherheit, Konsumentenschutz, Risikominimierung, Tatmittel Internet, Tricks der Internetbetrüger, Wahrheit oder Lüge
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