Diebstahl - Donnerstag, 25.06.2009 16:44

Die Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik e.V. (www.kriminalistik.info) hatte gestern in das Kriminaltechnische Prüflabor Göth (www.goeth.de) eingeladen. Im Praxistest konnten sich die Teilnehmer einmal auf die Seite des Täters begeben. Mit verschiedenen Einbruchswerkzeugen wurde die Kreativität bis zum Schweißausbruch herausgefordert. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, Manfred Göth konnte erklärte: "Spurenbilder bei Einbruch- und Brandschäden müssen immer in der Gesamtschau bewerten". Anhand vieler praktischer Versuche konten sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass es keine Blaupause für ein typisches Täterprofil gibt.
Inwieweit sich die Spuren am Tatort plausibel in den geschilderten oder später festgestellten Ablauf einfügen lassen, kann ohne Detailprüfung am Einzelfall nicht gesagt werden. Die Zuordnung der Werkzeuge, deren typischer Spurenbilder und ihre Hinterlassenschaften an verschiedenen Materialien(Metall, Holz, Kunststoff) sind immer wieder eine Herausforderung für den Sachverständigen der hauptsächlich für die Gerichte, Polizei oder im Auftrag von Versicherungen sowie Banken tätig wird. Unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit engagiert sich Göth bei den Instituten der Polizei, im DGFK e.V., und bei der Deutschen Versicherungsakademie (DVA).
Die Experten der Versicherungswirtschaft werden in verschiedenen Lehrgängen zu zertifizierten Spezialisten ausgebildet. Weitere Informationen dazu gibt es hier: (www.lernpark.de).
Für den Endverbraucher hat das Training bestätigt, dass es nicht ratsam ist, Spuren zu verändern. Auch wenn das Chaos und der erste Schreck noch so groß ist, sollte möglichst viele Fotos aus verschiedenen Perspektiven und Abständen gemacht werden. Gerade Detailaufnahmen sagen über den Zustand der Objekte zum Zeitpunkt des Auffindens immer mehr aus, als es noch so viele Worte tun könnten. Dadurch wird die Arbeit der Spurensicherungsexperten und die Schadenfeststellung erheblich erleichtert.
Damit die Erholung aus dem Urlaub nicht verpufft, sei ein Blick in die neuesten Hinweise im Netz empfohlen: www.polizei-beratung.de/vorbeugung/diebstahl_einbruch/einbruchsdiebstahl/
Tags: Den Tätern auf der Spur, Konsumentenschutz, Kriminalstatistik, Lernpark, Nicht bei mir, Sicher wohnen - Einbruchschutz, Wahrheit oder Lüge
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