Versicherungen - Freitag, 19.02.2010 12:27

2.200 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten ab 14 Jahren wurden repräsentativ zu ihrer Preissensibilität und Preisbereitschaft, zur Wichtigkeit von Leistungen und Services sowie zum Thema Versicherungswechsel befragt.
Ein Trend der Versicherungskunden zu Qualität und möglichst niedrigen Preisen zeigt, dass auch die Preissensibilität der Versicherungskunden in mannigfaltiger Weise gestiegen ist. Regelmäßige Beitragserhöhungen, günstigere Paketlösungen aus einer Hand und die Gewährung von Rabatten führen die Befragten zum Grund für einen Versicherungswechsel an.
„Letztlich suchen die meisten Kunden nicht nach ´billigen´, sondern nach möglichst hochwertigen Versicherungsleistungen zu einem attraktiven Preis“, sagt Christoph Müller, Studienleiter bei YouGovPsychonomics. „
Mit dieser Grundtendenz ist allerdings auch eine bisweilen paradoxe Spirale der Anspruchsinflation verbunden:
Gute Produkte werden zu immer niedrigeren Preisen erwartet oder eben immer mehr Leistungen und Services zum gleichen Preis.“ Besonders preissensibel und wechselaffin zeigen sich vor allem jüngere und einkommensschwächere Kundengruppen sowie die rational kalkulierenden und eher misstrauischen Versicherungskunden.
Die Kfz-Sparte hat bei den Kunden aufgrund der ritualisierten jährlichen Preisschlachten mittlerweile ein Image als regelrechte „Wechselsparte“ und als Spielfeld für „Schnäppchenjäger“ erlangt.
Trotz wachsender Preissensibilität und Wechselbereitschaft bleibt die Mehrheit der Versicherungskunden qualitätsbewusst und „ihrer“ Versicherungsgesellschaft eng verbunden.
Gleichzeitig werden gerade qualitäts- und serviceorientierte Anbieter ihre Kunden zukünftig stärker überzeugen und aktiver binden müssen. Als Kündigungsprävention allein auf deren Bequemlichkeit nach einem einmal erfolgten Versicherungsabschluss zu setzen, reicht unter den zunehmend transparenten und in einzelnen Sparten verstärkt preisorientierten Marktbedingungen immer weniger aus.
In der Kompositversicherung bleibt auch im Jahr 2008 die Allianz der größte Anbieter mit einem Marktanteil von 14,91 Prozent und knapp 9,2 Milliarden Euro Bruttobeitragseinnahmen. Dahinter schließen die Axa als Nummer 2 gefolgt von HDI-Gerling Industrie, R+V Allgemeine auf. Bei den Kostenquoten der Versicherer gibt es deutliche Unterschiede. Die 16 größten Versicherer sind hier nicht unter den Besten zu finden. Im Branchendurchschnitt liegt die Kostenquote bei 25,8%, welche nur die Hälfte unterbietet bzw. andererseits darüber landet. Die Kostenquote der Allianz liegt bei 25,2 Prozent. Im Vergleich dazu liegt die HUK24 bei 7,2 Prozent.
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