Fahndung & Sicherstellung - Montag, 22.02.2010 19:30

Zoll sprengt internationale Wasserpfeifentabak-Bande – und ermittelt bundesweit weiter

München (tk). Das Rauchen von Wasserpfeifen liegt seit ein paar Jahren im Trend. Auch in Deutschland wird gerne die sogenannte Shisha geraucht. Ist der Tabak für diese Wasserpfeife unversteuert, treten die Behörden auch grenzüberschreitend auf den Plan. Bald wird es in Österreich neue Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit einem internationalen Schmuggelring geben, der den tonnenweise unversteuerten Shisha-Tabak aus Jordanien und Ägypten über Ungarn nach Österreich und Deutschland „importierte“.

Eine gemeinsame zehnköpfige Ermittlergruppe von Zollfahndern aus Deutschland und Österreich hatte dazu von 2007 bis Ende 2008 ermittelt. Dabei arbeitete das Zollfahndungsamt München (ZFA) erstmals mit den Kollegen aus der Alpenrepublik in einem „Joint Investigation Team“ zusammen. Insgesamt fanden die Zoll-Kriminalen 50 Tonnen unversteuerten Shisha-Tabak und ermittelten für Deutschland und Österreich einen Gesamtschaden von 1,1 Millionen Euro an entgangenen Steuereinnahmen.

Im Fall der Schmuggelbande wurden in Deutschland zwei Täter vom Amtsgericht Landshut rechtskräftig zum Nachzahlen der Steuerschuld von insgesamt 290.000 Euro sowie zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Derzeit ermitteln deutsche Zollfahnder weiter. Hier scheinen vor allem die Abnehmer der unversteuerten Shisha-Päckchen im Visier zu sein – und das bundesweit.

Denn die Täter hätten die Ware relativ regelmäßig per Kleintransporter innerhalb Deutschlands zu verteilen versucht, so ein ZFA-Fahnder gegenüber Crime Report.

Auch in Österreich ist der Fall, bei dem es bisher zu insgesamt 14 Durchsuchungen in Österreich und Ungarn kam, noch nicht ad Acta gelegt. Neben den bald beginnenden Prozessen ist man den Tätern und Abnehmern in Österreich weiterhin auf der Spur, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung des ZFA München und des österreichischen Finanzministeriums heißt.

Unversteuerter Wasserpfeifen-Tabak, der an der fehlenden Steuerbanderole erkannt wird, kann auch besonders gesundheitsgefährlich sein, warnen die Behörden.

Um die Feuchtigkeit des Tabaks zu erhalten, wird ihm Glycerin beigegeben.

Nach deutschem Recht, darf es höchstens einen Anteil von 5 Prozent an diesem Zusatz geben. Bei der geschmuggelten Ware seien aber Werte von teilweise über 80 Prozent Glycerin festgestellt worden, so der Zoll. Glycerin stehe im Verdacht, besonders krebserregend zu sein.

Bericht von Thomas Kletschke für CrimeReport, freier Journalist, München.

Tags: chemisches Risiko, Durchsuchungen, Gerichtsverfahren, gesundheitliche Risiken, Produktqualität, Regress, Risikominimierung, Schmuggelbande, Sicherstellung, Steuersünder, Zollfahndung, Zollfahndungsamt

Versicherungsbarometer - Montag, 25.07.2011 09:27

Halbzeitbilanz 2011: Schaden- und Unfallversicherer

Die Schaden- und Unfallversicherer blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Der Grund hierfür sind leicht steigende Betragseinnahmen und ein stagnierendes Schadenniveau. Das geht aus einer Hochrechnung für 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherer steigen danach um 2,4 Prozent, die Aufwendungen für Schäden legen gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 0,2 Prozent zu. Die Schaden-Kostenquote – die sogenannte Combined Ratio – wird in Höhe von 97 Prozent erwartet, das ist allerdings nur ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

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Diebstahl - Sonntag, 04.12.2011 13:56

Profi-Rennrad Trek, Madone 6 (vormals Lance Armstrong) gestohlen

BAMBERG: Ein hochwertiges Profi-Rennrad vom Hersteller TREK in der Farbkombination gelb und schwarz im Wert von rund 14.500 Euro hat ein unbekannter Dieb am Montagmorgen am Bahnhofsplatz entwendet. Für Täterhinweise sind 1.000 € Belohnung ausgesetzt!

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Produktwarnungen - Montag, 17.10.2011 08:00

Überhitzungsgefahr bei SAAB 9-3 und 9-5

Durch eine defekte Verbindung am Motorblock kann unter Umständen die Heizung der Modelle Saab 9-3 und 9-5 überhitzen und einen Brand im Fahrzeug verursachen.

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