Betrug - Mittwoch, 01.07.2009 14:20

In der Mehrländerstudie von marketagent.com zu Kavaliersdelikten wurde ermittelt, dass über 55 Porzent der Befragten den Versicherungsmissbrauch auch Unrecht einstuften. Unter den Befragten befanden sich aber auch 6 Prozent der Täter. Letzte Woche teilte der Verband der Schadenabwickler ( A.F.I.L.A. Austrian Federation of Independent Loss Adjusters) mit, dass das Ausmaß an Betrugsversuchen steigt.
Da der Versicherungsbetrug zwangsweise höhere Versicherungsprämien nach sich zieht müsste, wird es nicht lange dauern und die Branche muss reagieren.
Zwischen fünf und zehn Prozent liegt der Versicherungsbetrug pro Schadensparte. Bei der einen Gesellschaft sind es 100 bis höchstens 200 Fälle. Die Privathaftpflicht ist stark gebeutelt (Brille, Handy, Laptop, Sitzmöbel usw.) werden dort abgerechnet. Laut Burkhard Berchtel, Landesdirektor Wiener Städtische Versicherung, gehen dort schon allein fünf Prozent des Schadenaufwandes für den Betrug drauf. Bei den von der Branche aufgebrachten Schadenzahlungen von rund 11 Mrd. Euro sind das schon schlappe 550 Millionen.
Der im Jahr durch Betrug angerichtete Schaden bei der Wiener Städtischen wird von Berchtel mit 700.000 bis 1 Mill. Euro beziffert. Der Landeschef der Generali, Arno Schuchter bezifferte die entdeckten Fälle mit einer Summe von 160.000 Euro im Jahr 2008. Die Dunkelziffer sei aber fünf Mal so hoch. In Mode kommt offensichtlich wieder die Vermarktung alter abgetakelter Fahrzeuge. Einziger Trost ist, dass durch Schulungen, Schulungen und nochmals Schulungen die Entdeckungswahrscheinlichkeit weiter steigen
wird.
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