Auto & Verkehr - Montag, 17.05.2010 16:46

Gegen drei Angeklagte konnte Staatsanwalt Gerhard Vallendor die Ermittlungen abschließen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen 23 manipulierte Unfälle mit einem Schaden von 204.900 Euro vor.
Die Ermittlungslawine wurde damals von Juristen ins Rollen gebracht. Von einem Offenburger Richter wurde ein Fall an die Staatsanwaltschaft weitergereicht. Im November 2005 gab es erste Auffälligkeiten, weil stets derselbe Anwalt und dieselbe Werkstatt in Erscheinung traten, um bei den Versicherern abzukassieren.
Der Verdacht gegen den renommierten Ortenauer Rechtsanwalt ist auch noch nicht zu den Akten gelegt. Zum Ermittlungsstand schweigt die Staatsanwaltschaft.
Neben den laufenden drei Anklagen wird es nun darum gehen, dass auch die rund 40 Helfer sich wegen Beihilfe zum Betrug verantworten. Die Hauptangeklagten benötigten für die 70-80 Unfälle viele Handlanger und Zeugen, die sich für einen Versicherungsbetrug anwerben ließen.
Eine Prognose, wann das Verfahren insgesamt abgeschlossen ist, vermochte Staatsanwalt Vallendor noch nicht abzugeben.
In dem bald zu eröffnenden Verfahren gegen die Hauptangeklagten, die das große Geld gescheffelt haben, sind einige interessante Details zum Aufbau der Bande zu erwarten. Insoweit wird auch erwartet, dass sich die Stellung des Ortenauer Anwalt innerhalb der Bande klärt.
Der Anwalt hat die gekrückten Unfälle nicht nur abgerechnet, sondern hierfür eigens auch eine Autovermietung mit Unfallservice unterhalten.
Tags: Autobumser, Autocrasher, Autoversicherung, Beihilfe zum Versicherungsbetrug, Betrügerbande, Betrug, Crime, Den Tätern auf der Spur, Doppelabrechnung, fingierte Unfälle, manipulierte Verkehrsunfälle, Produktschutz, Unfallabsprache, Unfalltrickser, Urteile, Vermögensabschöpfung, Vermögensrückgewinnung, Versicherungsbetrug, Versicherungsbetrug aufgeflogen, Versicherungsmissbrauch, Videofahrtenschreiber, vorgetäuschte Verkehrsunfälle, Vortäuschen von Straftaten
Weitere Meldungen: Versicherungsbarometer
Weitere Meldungen: Gefahren im Internet
Crimereport ist ein Nachrichtenportal. Das Kriminal-Magazin stellt aktuelle Informationen für die Versicherungs- und Sicherheitsbranche zur Verfügung. Als Ratgeber- und Themenportal im Bereich der Finanzwirtschaft werden umfassende Analysen, Meinungen und kompakte Themenschwerpunkte mit Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, die auch für Verbraucher von großem Nutzen sind. Mit seinen Inhalten, Tools und Services orientiert sich Crimereport an den Bedürfnissen der User. Über aktuelle Risiken wird aufgeklärt. Mit dem Datenbanksystem des Nachrichtenportals liefert Crimereport einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Versicherungskriminalität und damit in Zusammenhang stehender Delikte. Verbraucher werden sensibilisiert. In den Kernthemen werden weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Der Inhaber war sechs Jahre Leiter der Abteilung Kriminalitäts- und Geldwäschebekämpfung im Gesamtverband d. dt. Versicherungswirtschaft. Zuvor war er 20 Jahre in der Versicherungsbranche in verschiedenen Führungsaufgaben mit Themen der Schadenabwicklung, Betrugsabwehr und des Risikomanagement befasst. Auf die Erfahrung aus über 3.200 Gerichtsverfahren kann zurückgegriffen werden. Den Kunden werden weitere Services zur Verfügung gestellt. Mit einer Mediathek, dem Archiv, der indivduellen Recherche, dem Expertenbranchenbuch und einem Kriminalmagazin werden weitere Hilfestellungen angeboten.